Digitale Transformation im Channel
Betonwände, Sicherheitsschleusen, Racks hinter Drahtgittern, tonnenschwere USV-Anlagen, Dieselgeneratoren: So sieht es in modernen Rechenzentren (RZ) aus. Wo die Cloud zuhause ist, erinnert vieles an ein Gefängnis – mit dem Unterschied, dass aus dem Gefängnis niemand aus-, in Rechenzentren niemand einbrechen soll.
Die physische Realität der Cloud mit Servern, Storage, Switches ist auch eine andere als das luftig-flockige Image der Datenwolke, in der Workloads verarbeitet werden, Apps laufen und Ferienfotos gespeichert sind. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen der Cloud tun dem Cloud-Geschäft aber keinen Abbruch. Es lohnt sich sowohl für die Anbieter von Cloud-Diensten als auch für die RZ-Anbieter. Die RZ-Fläche ist denn auch in der Schweiz in den vergangenen Jahren gewachsen. Der Schweizer RZ-Markt ist aber fragmentiert, wie unsere Übersicht zeigt. Um ihr Angebot zu vermarkten, setzen immer mehr RZ-Anbieter auf den Channel, was Systemintegratoren freuen dürfte.
Allerdings ist die Cloud auch ein Game-Changer für die traditionellen Geschäftsmodelle der Systemintegration. Denn statt «Blech» und Software muss der Channel immer mehr Services aus der Cloud verkaufen. Denn die Cloud ist ja nicht nur für Enterprise-Kunden Basis der digitalen Transformation, sondern auch für KMUs geschäftskritisch, und deshalb wollen die das. Darum müssen sich auch Systemintegratoren genauso wie ihre KMU-Kunden überlegen, wie sie ihr Geschäftsmodell ins Cloud-Zeitalter transferieren können. "Seinen Kunden die digitale Transformation als zwingend notwendig verkaufen und selbst dabei nicht mitmachen, wird über kurz oder lang nicht funktionieren", sagt auch Thomas Czekala von Proseller. Systemintegratoren müssen sich also selbst digital transformieren, wenn es mit ihrem Geschäft weitergehen soll. Und die Cloud ist dazu der Schlüssel. Wie sieht es denn so mit Ihrem eigenen digitalen Transformationsprojekt aus?
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