KI-Boom leert Festplattenlager
Die Nachfrage nach Speicherlösungen für künstliche Intelligenz bringt den Festplattenmarkt an seine Grenzen. Hyperscaler sichern sich derzeit langfristige Kontingente und treiben damit die Preise nach oben.
Die Nachfrage nach Speicherlösungen für künstliche Intelligenz setzt den Festplattenmarkt derzeit unter Druck. Die Hersteller Western Digital und Seagate melden für 2026 nahezu ausverkaufte Produktionskapazitäten, wie "Watson" berichtet. Auch bei Toshiba dürfte sich die Situation ähnlich darstellen.
Hauptabnehmer seien Hyperscaler, also grosse Cloud-Anbieter, die Speicherkapazitäten für KI-Rechenzentren benötigen. Dazu zählen laut "Heise" unter anderem Amazon, Google, Microsoft, Meta sowie OpenAI.
Sieben der grössten Kunden von Western Digital hätten bereits ihre Bestellungen für 2026 fixiert, schreibt "Watson" weiter. Mit zwei dieser Kunden soll der Speicherhersteller sogar schon Liefervereinbarungen bis 2027, mit einem weiteren bis 2028, geschlossen haben. Laut Bericht legen diese Verträge sowohl Abnahmemengen als auch Preise fest.
Preisdruck im Handel
Seit Mitte 2025 seien die Preise für Festplatten beziehungsweise HDDs (Hard Disk Drive) im Handel um rund 20 bis 50 Prozent gestiegen. Die starke Nachfrage von Hyperscalern nach hochkapazitiven SSDs (Solid State Drive) treibe auch deren Preise in die Höhe.
Mechanischen Festplatten - HDDs - gelten jedoch für viele KI-Anwendungen weiterhin als wirtschaftlichste Lösung, wie "Watson" schreibt. Unter anderem für Trainingsdaten, Archive oder Protokolle zähle die Speicherkapazität meist mehr als die Geschwindigkeit. Zudem liessen sich Exabyte-grosse Datenvolumen mit HDDs kostengünstiger speichern als mit Flash-Speicher.
Steige die Nachfrage weiter, könnten Engpässe auch für Endkunden spürbar werden. Zudem seien dann auch weitere Preissteigerungen bei klassischen Festplatten wahrscheinlich.
Nicht nur werden Festplatten knapp, auch verschlingen KI-Rechenzentren eine enorme Menge an Strom und Wasser. Deshalb planen US-Bundesstaaten einen Baustopp solcher Rechenzentren. Lesen Sie hier mehr dazu.
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