Trump verbietet Qualcomm-Übernahme
Die Übernahme von Qualcomm durch Broadcom ist abgeblasen. Donald Trump verbot den Deal aufgrund nationaler Sicherheitsbedenken. Nun gab Broadcom offiziell klein bei. Der Deal hatte ein Volumen von über 100 Milliarden US-Dollar.
Update, 15.3.2018, 11:30 Uhr: Broadcom hat sein Übernahmeangebot offiziell zurückgezogen. "Obwohl wir über den Entschluss [von US-Präsident Donald Trump, die Übernahme zu verbieten; Anm. d. Red.] enttäuscht sind, werden wir der Weisung nachkommen", teilt der Halbleiterhersteller mit.
Ende 2017 hat der Chiphersteller Broadcom aus Singapur ein Übernahmeangebot für den US-Konkurrenten Qualcomm unterbreitet. Rund 130 Milliarden Doller wollte Broadcom damals zahlen. Qualcomm wehrte sich gegen dieses Angebot.
Nun ist der Deal komplett vom Tisch. US-Präsident Donald Trump verbot die Übernahme. Der Präsident folgt damit einem Entschluss des Ausschusses für Auslandinvestitionen (CFIUS), wie die NZZ schreibt.
Der Ausschuss äusserte Sicherheitsbedenken. Die Sicherheit der USA sei in Gefahr, da es sich um eine Schlüsseltechnologie handle. Unter anderem geht es um Chips für die nächste Generation des Mobilfunks, kurz 5G. Gemäss NZZ verbindet Qualcomm und das US-Militär eine enge Partnerschaft. Dies könnte ein weiterer Grund für das Verbot der Übernahme gewesen sein. Konkrete Gründe nannte das Weisse Haus bisher jedoch nicht. Nur die Verfügung des US-Präsidenten ist bekannt.
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