Der Kanton Thurgau bekommt ein neues Rechenzentrum
Der Kanton Thurgau hat ein neues Rechenzentrum bekommen. Das Arboner Unternehmen Energie Thurgau nahm sein Bauwerk mit einem Pre-Opening vom 27. Juni 2018 offiziell in Betrieb. Das RZ will vom halben Rack bis zum eigenen Privat Room alles anbieten.
Das Stromversorgungsunternehmen Energie Thurgau (EKT) mit Sitz in Arbon hat sein erstes Rechenzentrum (RZ) im Kanton Thurgau offiziell in Betrieb genommen. Die geladenen Gäste bekamen am Pre-Opening vom 27. Juni 2018 die Gelegenheit, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das neue Thurgauer RZ soll vom halben Rack bis zum eigenen Privat Room alles anbieten, wie es in einer Mitteilung heisst.
Das neue RZ verbirgt sich laut EKT hinter fünf Sicherheitszonen und massiven Stahltüren mit biometrischer Zugangskontrolle. Seit wenigen Wochen sollen hier IT-Systeme und Daten von einem regionalen Unternehmen ruhen. Auf die Frage nach den grössten Herausforderungen antwortete Roman Dürr, Leiter RZ Thurgau, in der Mitteilung: "Ganz klar die kurze Bauzeit von acht Monaten – das war eine logistische Herausforderung", sagt. Darum sei es auch das eine oder andere Mal zu Engpässen mit den Lieferanten gekommen. "Am Schluss ist aber alles aufgegangen."
Nach dem offiziellen Teil mit Fachreferaten von Philipp Ziegler, Geschäftsführer der MSM Research und Daniel Gähwiler von der CSI Consulting zu den Themen ICT-Betrieb und IT-Security konnten die 35 geladenen Gäste einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Ausbau in Etappen
Am 16. Juni 2018 seien die Systeme des ersten Kunden hochgefahren worden. Aufgrund der Nachfragesituation geht Roman Dürr davon aus, dass bis Ende des Jahres etwa 50 Prozent der Erstausbaufläche vermietet sein werde. In den kommenden Jahren soll dann etappenweise ausgebaut werden. Das RZ lasse sich ohne anwesendes Personal betreiben, trotzdem sollen mittelfristig zwei neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie habe sich das Arboner EKT zum Ziel gesetzt, Firmen und Institutionen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche digitale Zukunft zu begleiten. Nach der Realisierung des Glasfasernetzes im gesamten Kanton und der Anbindung von Kundennetzen sei der Bau des ersten öffentlichen RZ für Unternehmen im Thurgau ein logischer nächster Schritt gewesen, schreibt das Unternehmen weiter.
Die Energieversorgung des 590 Quadratmeter grossen Gebäudes sei georedundant. Zudem soll es eine Netzersatzanlage geben, die auch im sehr unwahrscheinlichen Fall eines Blackouts die Stromversorgung sicherstelle. In punkto Nachhaltigkeit wurde auf dem Dach das RZ eine Photovoltaikanlage installiert, eine weitere sei auch auf dem Carport geplant. Weiter sollen die allgemeinen Räume mit der Abwärme des RZs beheizt werden. Zur Kälteerzeugung soll Umgebungsluft und Regenwasser als natürliche Quellen genutzt werden.
Update: Ständerat stimmt Digitalisierung der Sozialversicherungen zu
Cyberkriminelle Erpressen FBI mit angeblich abgegriffenen Daten
Update: Waadtländer Parlament bewilligt Mittel für Epic-Projekt
So macht man KI-Betrugsanrufe unschädlich
Anthropic und OpenAI lancieren günstigere KI-Modelle
Betrüger phishen mit vermeintlicher Reisebestätigung
CSEM will Deep-Tech-Start-ups beim Skalieren helfen
Kanton Zürich rechnet mit deutlichem Produktivitätswachstum durch KI
Wie Genf den Einsatz von KI regeln will