SAP-Einführung kostet Luzerner Kantonsspital mehr als 100 Millionen Franken
Wegen der Umstellung auf ein neues SAP-System sind beim Luzerner Kantonsspital Rechnungen in dreistelliger Millionenhöhe liegengeblieben. Der operative Cash Flow fiel dadurch im letzten Jahr tief ins Minus.
Die Einführung eines SAP-Systems hat dem Luzerner Kantonsspital 2018 ein Millionenloch in die Kasse gerissen. Wie "Medinside.ch" schreibt, hat die Umstellung im vergangenen Jahr zu einer Verzögerung der Rechnungstellung geführt. Dadurch konnten laut Geschäftsbericht Leistungen in der Höhe von rund 140 Millionen Franken nicht verrechnet werden.
Welche Gründe für den Stau bei den Rechnungen verantwortlich seien, gehe aus dem Geschäftsbericht des Spitals nicht hervor, so "Medinside". Es habe sich um ein "internes Schnittstellen-Problem" gehandelt. Folge der nicht verrechneten Leistungen sei ein negativer operativer Cash Flow von mehr als 111 Millionen Franken gewesen. "Geldverbrennung", schreibt "Medinside". Im Vorjahr sei der operative Geldfluss mit 70,6 Millionen noch im positiven Bereich gewesen.
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Rückstand aufholen
Die Fakturierungs-Performance der Vorjahre sei inzwischen wieder erreicht worden. Jedoch müsse der Rückstand aus dem verzögerten Rechnungsversand nun abgebaut werden. Dies soll im Lauf des Jahres 2019 erfolgen. Die Anschaffung der SAP-Software habe knapp 11 Millionen Franken gekostet.
Für die Leitung des Betriebes und die Weiterentwicklung des SAP-Systems suche das Kantonsspital derweil einen neuen Leiter SAP CCoE (Customer Center of Expertise). Seine Aufgabe: Mit dem Team einen stabilen, geordneten und hochverfügbaren Betrieb des neuen SAP-ERP sicherstellen.
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