Umsetzung Informatikstrategie 2020

Stadt Luzern plant ein zweites Rechenzentrum

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Der Stadtrat Luzern hat beschlossen, ein zweites Rechenzentrum aufzubauen. Er plant mit Investitionen zur Erhöhung der verfügbaren IT-Services und -Systeme. Die Investitionen belaufen sich auf 1,44 Millionen Franken bei zusätzlichen jährlichen Kosten von rund 700'000 Franken.

(Source: Lin Mei / unsplash.com)
(Source: Lin Mei / unsplash.com)

Der Luzerner Stadtrat hat sich mit der Informatikstrategie 2020 befasst. Für deren Umsetzung plane er den Aufbau eines zweiten Datacenters in der Stadt, heisst es in einer Mitteilung. Zudem erfahre das bestehende Rechenzentrum in der Stadt Optimierungen. Ziel sei es, die verfügbaren IT-Services und -Systeme weiter auszubauen.

Zurzeit betreibt Luzern ein Rechenzentrum in der Stadt sowie ein räumlich getrenntes Back-up-System. Der Stadtrat ist der Meinung, dass für ein Angebot von durchgehenden Systemen und Services ein weiteres geografisch getrenntes Rechenzentrum vonnöten sei. So bestehe bei einem Komplettausfall des einen Datacenters die Möglichkeit, kritische Systeme am zweiten Standort weiterzubetreiben.

Das zweite Rechenzentrum werde von der Stadt Luzern betrieben. Die Stadt will allerdings externe Dienstleister beauftragen, die sich um Stromversorgung, Klimatisierung, Brandschutz und Zutrittskontrollen kümmern sollen.

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Umsetzung in zwei Phasen

Den Plan will der Stadtrat in zwei Phasen in Angriff nehmen. In einem ersten Schritt stünden Vorarbeiten an, etwa zum Schutz von Daten und der Realisierung von standortunabhängiger IT-Infrastruktur. Der Aufbau eines zweiten stadteigenen Raums trage bereits zu einer Erhöhung der Verfügbarkeiten bei. Diese erste Phase soll gemäss Stadtrat im Juli 2019 starten.

Die Auslagerung der IT-Infrastruktur geschehe in einem zweiten Schritt. Der Plan sieht eine Realisierung des neuen Rechenzentrums bis Ende 2021 vor, wie der Stadtrat mitteilt.

Unterm Strich seien einmalige Investitionen in der Höhe von 1,44 Millionen Franken vorgesehen. Zusätzlich fallen jährliche Kosten von 0,698 Millionen Franken an. Das Geschäft steht am 27. Juni im Grossen Stadtrat zur Diskussion an.

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