EWZ-Glasfasernetz

Jetzt werden Grundeigentümer zur Kasse gebeten

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Ab dem kommenden Jahr müssen sich Grundeigentümer an den Kosten für den Anschluss an das Glasfasernetz der Stadt Zürich beteiligen. Bis zum Ende des Ausbaus sollen deutlich mehr Haushalte an das Netz angeschlossen sein als ursprünglich geplant. Bis zur 100-prozentigen Erschliessung dauert es jedoch noch.

(Source: blickpixel / pixabay.com)
(Source: blickpixel / pixabay.com)

Der Bau des Glasfasernetzes in der Stadt Zürich ist fast abgeschlossen. Laut einer Medienmitteilung der Stadt Zürich werden Ende dieses Jahres "die letzten Bauarbeiten für das Glasfasernetz in der Ersterschliessung ausgeführt sein". Bis zu diesem Zeitpunkt werden sämtliche Kosten der Grunderschliessung von Swisscom und dem EWZ getragen. Ab 2020 soll ein Teil der Erschliessungskosten zu Lasten der Grundeigentümer gehen. Der Zürcher Stadtrat hat nun ein Reglement mit den "Konditionen für sämtliche Anschluss-, Umbau- oder Aufstockungsvarianten" erlassen. Dieses behandle alle Grundeigentümer gleich und orientiere sich an Gebäudegrössen und den verursachten Kosten.

Dass die Grundeigentümer künftig zahlen müssen, ist keine Überraschung. Bereits 2011 wurde der Grundsatz in einem Leistungsauftrag festgehalten. Demnach sollen die Grundeigentümer etwa die Kosten für die Verkabelung innerhalb des Gebäudes selber verantworten und finanzieren.

Derweil zeigen sich EWZ und Swisscom erfreut über den Stand der Erschliessungsarbeiten: Bis Ende 2019 sollen 270'000 Nutzungseinheiten (Privathaushalte, Büro- und Gewerbebetriebe) ans Glasfasernetz angeschlossen sein – 53'000 mehr als 2012 geplant. Wie das EWZ auf Anfrage schreibt, seien bis Ende Jahr rund 90 Prozent der Stadtzürcher Liegenschaften erschlossen. Die verbleibenden zehn Prozent werden danach erschlossen: "EWZ und Swisscom streben an, in den nächsten fünf Jahren möglichst gegen 100 Prozent der Liegenschaften anzuschliessen", schreibt EWZ- Sprecher Harry Graf. Voraussetzung sei, dass die Eigentümer dem Anschluss zustimmen und er baulich realisiert werden könne.

Im August kritisierte der Preisüberwacher das Zürcher Glasfasernetz. Die Kosten für Anbieter seien zu hoch und die Wettbewerbsfähigkeit gehe verloren, wie Sie hier lesen können.

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