Die Schweiz hat einen ethischen Kodex für datenbasierte Wertschöpfung
Die Swiss Alliance for Data-Intensive Services veröffentlicht den "Ethischen Kodex für datenbasierte Wertschöpfung". Es soll Unternehmen helfen, Datendienstleistungen im Einklang mit ethischen Erwartungen zu entwickeln. Ausgearbeitet hat ihn eine Expertengruppe.
Nicht alle Unternehmen besitzen internes Fachwissen über die ethischen Aspekte der Datennutzung. Insbesondere für diese Unternehmen hat die Swiss Alliance for Data-Intensive Services einen Kodex entwickelt, der es ihnen ermöglichen soll, "Dienstleistungen zu entwickeln, die in Einklang mit den ethischen Erwartungen ihrer Kunden, ihrer Mitarbeitenden und der Gesellschaft stehen".
Der Kodex (PDF) beantwortet ethische Fragen, die sich bei der Bereitstellung von Datendiensten stellen. Ausserdem stellt er Dos and Don'ts bereit, heisst es in der Einleitung des Dokuments. Es ist unterteilt in die vier Abschnitte:
- Datenerhebung
- Datenspeicherung und Zugriffskontrolle
- Datenverarbeitung und Wissensgenerierung
- Nutzung von datengeneriertem Wissen in einem konkreten Kontext
Der vorgestellte Kodex sei nötig, weil die DSGVO und andere bestehende Regelwerke nicht genügend Orientierungspunkte bieten, heisst es in der Einleitung weiter. "Ein guter Umgang mit ethischen Spannungsfeldern gehört zu einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit mit nachhaltigen Gewinnen und langfristigem Wachstum." An der Ausarbeitung des Kodex sei eine Gruppe von 34 Experten aus den Fachbereichen Recht, Technologie und Ethik beteiligt gewesen, heisst es in einer Mitteilung.
Die Swiss Alliance for Data-Intensive Services ist ein Zusammenschluss aus zahlreichen Schweizer Unternehmen und Hochschulen. Zu ihren Mitgliedern gehören etwa die SBB, Migros, die ZKB oder Comparis. Unter den Hochschulpartnern fungieren unter anderem die ZHAW, die ETH und die FHSG. Laut eigenen Angaben verfolgt die Allianz das Ziel, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Dafür unterhält sie Expertengruppen, vernetzt Unternehmen und führt eigene Projekte durch.
Schweizer Arbeitnehmende nutzen KI häufig - profitieren aber wenig davon
BACS sensibilisiert für Risiken von zu viel Offenheit im Netz
Update: Auch Nationalrat gibt grünes Licht für Digitalisierungsartikel in der Verfassung
Update: OpenAIs ausser Kontrolle geratene KI-Agenten ziehen weitere Kreise
Google lanciert KI-Modell für komplexe Aufgaben und Cyberabwehr
Schweizer Microsoft-Kunden geraten vergleichsweise häufig ins Visier von Cyberkriminellen
Sunrise steigt ins Geschäft mit Smartbrillen ein
Datenschutz und Kosten verlagern KI-Rechenleistung auf Endgeräte
Waschbär auf Schneeflockenfang