10 Jahre KI

Wie Computer immer schlauer werden

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Im Smartphone, im Fernseher, in der Heizung und sogar im Backofen – in vielen Geräten steckt mittlerweile ein Stück künstliche Intelligenz. Viele der Entwicklungen, hinter denen KI steckt, nahmen zwischen 2010 und 2019 ihre Anfänge. Und bei vielen hat Google die Finger im Spiel.

(Source: Heavypong / shutterstock.com)
(Source: Heavypong / shutterstock.com)

Kaum ein Tag, an dem man nichts über künstliche Intelligenz (KI) liest oder hört. Sie steckt in den Smartphones von heute, die Bilder automatisch optimieren, in Smartspeakern, die auf Befehl Funktionen und Geräte aktivieren und in selbstfahrenden Autos und anderen Fahrzeugen. In den letzten 10 Jahren wurde stark in die Entwicklung unterschiedlicher KI-Anwendungen investiert:

 

Big Data und Machine Learning

Bereits 2009 gab Google eine Studie heraus, die sich mit Big Data beschäftigte. Laut mixed.de zeigte die Studie auf, wie Computer aus riesigen Datenmengen ein Verständnis für Sprache entwickeln können.

 

Vom Bildersortieren zum Staubsaugerroboter

2012 hätten Forscher gezeigt, wie neuronale Netzwerke mit Deep Learning Katzen erkennen und Sprache verstehen könnten. Ein Jahr später folgte eine wichtige Entwicklung für die Bildanalyse-KI. Wie mixed.de schreibt, erkannte eine KI beim Image-Net-Wettbewerb mehr Bilder als jede andere Software. Bei Image Net handelt es sich um eine Datenbank von Bildern, die für Forschungsprojekte eingesetzt wird. Seit 2010 gibt es den Image-Net-Wettbewerb, bei dem Softwareentwickler versuchen, Bilder mit ihren Entwicklungen möglichst genau zu klassifizieren.

Mittlerweile befinden sich Bildanalyse-KIs in Smartphones, Staubsaugerrobotern und werden auch in der Medizin oder auf Baustellen eingesetzt.

 

Wenn sich das Auto selbst lenkt

Auch wenn es um selbstfahrende Autos geht, war Google als eines der ersten Unternehmen mit am Start. 2010 stellte das Unternehmen das "Google Driverless Car Projekt" vor, das seit 2016 "Waymo" heisst. Drei Jahre später fing auch Tesla an mitzumischen und stellte 2014 seine erste Version einer KI-Software vor.

Auch in der Schweiz investierten einige Unternehmen in selbstfahrende Autos und starteten erste Tests. Die Post experimentierte mit autonomen Lieferrobotern, stoppte das Programm jedoch wieder, wie Sie hier nachlesen können.

 

KI schlägt Profispieler

Und wieder hat Google die Finger im Spiel: 2014 kaufte der Onlinegigant das britische KI-Start-up Deepmind. Deepmind war laut mixed.de Vorreiter der Methode "bestärkendes Lernen", auch als Reinforcement Learning bekannt. Dabei lerne eine KI ohne menschliche Vorlage nach einem einfachen Belohnungsprinzip. Die Methode funktioniere auch, wenn der Computer nur mit sich selber trainiere.

Deepmind ist mit seiner Entwicklung das Unternehmen, das hinter dem Algorithmus "AlphaGo" steckt, welches 2016 den besten Go-Spieler der Welt schlug. Es folgten weiter KIs, die es mit den besten Pokerspielern und einige Jahre später auch mit Profis in virtuellen Spielen wie Starcraft 2 aufnahmen.

 

Gesichter austauschen leicht gemacht

Als weitere wichtige Entwicklung aus dem Jahr 2014 listet mixed.de Generative Adversarial Networks (GANs) auf. Mit ihnen lassen sich Videos und glaubhaft manipulieren. 2017 folgten die ersten Deepfakes. Mittlerweile kursieren massenhaft Deepfake-Videos im Internet.

So findet sich auf Youtube ein Video, in dem das Gesicht von "Kevin - allein zu Haus"-Hauptdarsteller Macaulay Culkin durch das von Sylvester Stallone ausgetauscht wurde. Auch Künstler haben die Technologie für sich entdeckt und bringen beispielsweise die Mona Lisa zum sprechen. Mehr zu Deepfakes und einige Beispielvideos finden Sie hier.

 

Sprechen Sie KI?

2011 Gewann die Sprach-KI Watson von IBM die US-amerikanische Quizshow "Jeopardy". Den ersten Chatbot, namens Eliza, gab es jedoch schon 1966. Apples Sprachassistent Siri gibt es seit 2011. Und nicht nur im Smarthome kommen Sprachassistenten heute zum Zug. Ausserdem tüfteln Entwickler fleissig an KIs, die auf Knopfdruck verständliche und zusammenhängende Texte generieren.

 

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DPF8_170310

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