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Wie wir die Vorteile einer digital getriebenen wirtschaftlichen Erholung maximieren können

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von Andrew Williamson, Vice President Government Affairs and Economic Adviser, Huawei Technologies

Die meisten Menschen würden sicherlich der Behauptung zustimmen, dass digitale Technologien eine entscheidende Rolle für das Funktionieren der Gesellschaften während der COVID-19-Pandemie gespielt haben. Darüber hinaus war der IKT-Bereich einer der wenigen finanziell erfolgreichen Wirtschaftsbereiche des Jahres 2020, wie die steigenden Aktienkurse seiner größten Unternehmen belegen.

Andrew Williamson, Vice President Government Affairs and Economic Adviser, Huawei Technologies
Andrew Williamson, Vice President Government Affairs and Economic Adviser, Huawei Technologies

Satya Nadella, CEO von Microsoft, erklärte, dass sein Unternehmen bei seinen Kunden in nur zwei Monaten das an digitaler Entwicklung erreicht habe, was sonst zwei Jahre brauche. Dieser Trend im IKT-Bereich wie in der Gesamtwirtschaft scheint allgegenwärtig zu sein. Eine stark zugenommene Beschleunigung der Digitalisierung unserer Gesellschaften ist eindeutig festzustellen und sie verläuft schneller, als die optimistischsten Prognosen vor der Krise vorherzusagen gewagt haben.

Diese verstärkte Nutzung digitaler Lösungen durch Unternehmen und Verbraucher hat die Gesellschaft anscheinend an die Schwelle der „Smart Economy“ gebracht. In Anerkennung dieses neuen Paradigmas haben mehrere aufmerksame Regierungen den digitalen Bereich in den Mittelpunkt ihrer Pläne zur Erholung der Volkswirtschaften gestellt. Südkorea beispielsweise kündigte im Mai seinen „Digital New Deal“ an – einen ehrgeizigen Plan, um das Land durch erhebliche Investitionen in 5G, künstliche Intelligenz, Cloud Computing und das Internet der Dinge von einem Land mit Nachholbedarf bei der Digitalisierung zu einem Schrittmacher zu etablieren. Deutschlands aktuelles Konjunkturprogramm sieht 4,4 Mrd. EUR für zusätzliche Investitionen in künstliche Intelligenz, Quantencomputer sowie 5G- und 6G-Technologien vor. Darüber hinaus sind zusätzliche Mittel in Höhe von 6,1 Mrd. EUR zur Förderung der Digitalisierung der öffentlichen Dienste und für Smart-City-Innovationen vorgesehen. Die japanische Regierung hat eine Reihe von Initiativen gestartet, um durch Steuersenkungen und Steuergutschriften die Einführung von 5G und damit verbundener Anwendungen, wie Smart Manufacturing, zu beschleunigen. Andere Länder haben ähnliche Maßnahmen angekündigt oder erkennen zumindest ihre Vorteile.

Diese nationalen Investitionen in digitale Infrastruktur und digitale Ökosysteme werden zweifellos dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit dieser Länder gegenüber der fortgesetzten COVID-19-Pandemie zu stärken und ihre wirtschaftliche Erholung zu fördern. Damit die Regierungen die digitalen Dividenden für ihre Gesellschaften maximieren und sicherstellen können, dass das Geld ihrer Steuerzahler gut angelegt ist, und um ihren nationalen digitalen Ökosystemen einen First-Mover-Vorteil zu verschaffen, wird auch das unterstützende politische Umfeld eine entscheidende Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund ist Huawei Technologies eine Partnerschaft mit dem Forschungs- und Unternehmensberatungsunternehmen Arthur D. Little eingegangen, um die besten politischen Ansätze zur Förderung der digitalen Wirtschaften und der wirtschaftlichen Erholung zu bewerten.

Eine digitale Wirtschaft beruht auf vielen Aspekten. Bestimmte Teile der globalen digitalen Wertschöpfungskette werden derzeit von einigen wenigen Ländern dominiert – beispielsweise Softwaredienstleistungen von Irland und den Philippinen sowie Hardwareproduktion in China und Südostasien. Diese Bereiche sind jetzt auch für Neueinsteiger offen. Im Gegensatz dazu sind andere Elemente der digitalen Wirtschaft von Natur aus lokal – zum Beispiel digitale Dienste in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Gesundheit und Bildung mitsamt unterstützenden Dienstleistungen und Vernetzung.

Während die politischen Entscheidungsträger unterschiedliche Optionen und Praktiken in Betracht ziehen, um den Nutzen der digitalen Wirtschaft in ihrem Land zu maximieren, weisen wir darauf hin man, dass nicht alles über einen Kamm scheren kann. Bislang waren die meisten Rezepte zur Förderung der digitalen Wirtschaft in allen Ländern gleich, unabhängig vom Stand der nationalen Wirtschaftsentwicklung und den sonstigen nationalen Prioritäten. Sollten politische Entscheidungsträger in den am wenigsten entwickelten Ländern ebenfalls darauf setzen, ihre begrenzten Ressourcen in hochmoderne KI zu investieren und dann den gleichen Nutzen wie in hochentwickelten Ländern zu erwarten? Wir sind überzeugt, dass die offensichtliche Antwort Nein ist. Jedes Land ist einzigartig und durch unterschiedliche nationale digitale Merkmale charakterisiert. Zwar können alle von den Vorteilen der weltweiten digitalen Wirtschaft profitieren. Die Herausforderung besteht jedoch darin, herauszufinden, worauf sich die einzelnen Regierungen bei ihren jeweiligen Bemühungen um digitale Politik konzentrieren sollten und wie sie dies tun sollten.

Um die politischen Entscheidungsträger bei der Entwicklung ihrer strategischen Ausrichtung zu unterstützen, haben wir verschiedene Grundtypen der digitalen Wirtschaft identifiziert. Dies ermöglicht es den Regierungen, einen besser auf ihr Land zugeschnittenen und individuelleren Ansatz zur Verbesserung ihrer Strategien und Ziele für die digitale Wirtschaft zu verfolgen. Nur so können die digitalen Dividenden maximiert werden.

Unsere Analyse der globalen IKT-Wertschöpfungskette umfasst ein detailliertes Benchmarking der vorteilhaften politischen Strategien und Fähigkeiten. Unsere Forschungsergebnisse sind aus zahlreichen Diskussionen mit Experten des IKT-Bereichs im Bereich der nationalen digitalen Transformation und einer umfassenden Literaturrecherche hervorgegangen. Die Forschung profitiert auch von Arthur D. Littles weltweit führendem Projektspeicher für nationale IKT-Strategien und Branchenerfahrung. Auf diese Weise haben wir sieben Grundtypen der digitalen Wirtschaft identifiziert, mit denen sich alle Länder identifizieren können: Innovationszenten, effiziente Prosumer, Servicemotoren, globale Fabriken, Businesszentren, IKT-Kunden und IKT-Neulinge. 

Die sieben Grundtypen der digitalen Wirtschaft mit Beispielländern

Die Zuordnung von Ländern zu Grundtypen hat zu zwei wichtigen Erkenntnissen geführt. Erstens schließen sich Grundtypen nicht gegenseitig aus, ein Land kann auch (einige) Merkmale eines anderen Grundtyps aufweisen. Zweitens ist der Übergang zu einem Grundtyp mit höherer Wertschöpfung möglich und sogar wünschenswert, erfordert jedoch konzertierte Anstrengungen. Zum Beispiel hat sich Rumänien von einem IKT-Kunden zu einem Servicemotor entwickelt (insbesondere bei Cybersicherheitsdiensten). Finnland ist von einer globalen Fabrik zu einem Innovationszentrum geworden. Mexiko hat sich in kurzer Zeit von einem IKT-Neuling zu einer globalen Fabrik entwickelt. 

Unsere Forschung legt auch nahe, dass Länder digitale Wertschöpfungspfade entwickeln müssen, die auf ihre am besten geeigneten Grundtypen abgestimmt sind und ihre jeweils eigenen Stärken nutzen können, wobei ihre oft einzigartigen wirtschaftlichen und technologischen Realitäten zu berücksichtigen sind. 

Basierend auf dem Grundtyp gibt die Forschung darüber hinaus Empfehlungen, um politischen Entscheidungsträgern detaillierte politische Prioritäten in 23 Politikbereichen zu liefern, die für die digitale Wirtschaft in vier thematischen Kategorien von großer Relevanz sind. Dabei sind auch Best-Practice-Beispiele aus der ganzen Welt zu berücksichtigen, die von unserem Forschungsteam auf der Grundlage ihrer Effizienz und ihrer schließlichen Resultate bewertet wurden. Die vier miteinander verbundenen thematischen Themen sind Technologie, Kompetenzen, Ökosystem und Industrie. Es folgen zusammenfassende Empfehlungen auf höchster Ebene. 

Technologie 

Die meisten Länder benötigen eine bessere Vernetzung. Unabhängig vom nationalen Grundtyp müssen sich die Regierungen mit politischen und regulatorischen Fragen in Bezug auf Breitband, Frequenz, Cybersicherheit, Datenschutz sowie Cloud Computing befassen.

Eine Best-Practice-Strategie für 5G ist wichtig, um die Einführung neuer Anwendungen und Dienste zu unterstützen, die höhere Kommunikationsgeschwindigkeiten und geringere Latenzen erfordern. Dies ist für alle Grundtypen von entscheidender Bedeutung, mit Ausnahme von IKT-Neulingen, deren Hauptaugenmerk auf der Entwicklung einer ausgereiften Kommunikationsinfrastruktur (4G, Glasfaser) liegen sollte, bevor in 5G investiert wird.

Kompetenzen 

Für Innovationszentren, effiziente Prosumer und Servicemotoren sollte der Schwerpunkt auf der Entwicklung umfassenderer digitaler Grundfertigkeiten, einer auf IKT ausgerichteten Hochschulbildung und Fachkompetenzen liegen. 
Andererseits sind Bemühung für eine Entwicklung von Fachkräften im Bereich IKT für globale Fabriken und Businesszentren von entscheidender Bedeutung, da sie einen breiteren Pool an Fachkräften benötigen, um ihre Modelle der digitalen Wirtschaft aufrechtzuerhalten. 

IKT-Kunden und -Neulinge sollten ihre Ressourcen zunächst auf die Verbesserung des allgemeinen digitalen Bewusstseins sowohl bei den Bürgern als auch bei Unternehmen konzentrieren. 

Ökosystem 

Bemühungen zur Finanzierung und Unterstützung digitaler Unternehmen sowie Reformen zur Erleichterung des Geschäftsbetriebs sind für Innovationszentren, effiziente Prosumer, Servicemotoren, globale Fabriken und Businesszentren gleichermaßen von entscheidender Bedeutung, da sie Investitionen des Privatsektors anziehen müssen, insbesondere in Bereichen, die ihre Grundtyp-Strategien unterstützen.
Neue Regulierungen im Bereich Technologie sind für Innovationszentren, effiziente Prosumer, Servicemotoren und Businesszentren besonders wichtig, da sie digitalen Unternehmen günstige Umgebungen bieten müssen, um neue Technologien zu testen und Innovationen zu entwickeln.

Industrie 

IKT-Kunden haben E-Government-Strategien eingesetzt, um den Aufbau digitaler Fähigkeiten anzukurbeln und das Bewusstsein für die Digitalisierung anderer Sektoren dieser Volkswirtschaften zu stärken. Es ist auch für IKT-Neulinge von entscheidender Bedeutung, die Nachfrage nach digitalen Diensten in ihren Volkswirtschaften anzukurbeln. In der Regel haben andere Grundtypen bereits in der Vergangenheit E-Government-Strategien implementiert und müssen sich nicht unbedingt länger darauf konzentrieren.

Die Industrie 4.0-Politik ist für globale Fabriken und effiziente Prosumer von entscheidender Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit der Fertigung in der digitalisierten Welt sowie im Wettbewerb der traditionellen Fertigung aufrechtzuerhalten. 

Der Anreiz für die digitale Transformation ist offensichtlich – und die Notwendigkeit von Veränderungen anzuerkennen, war noch nie so dringlich. Die Länder werden jedoch nur dann den wirklich von dieser Transformation profitieren, wenn ihre digitalen Strategien auf ihren eigenen Stärken aufbauen und ihre digitalen Strategien priorisiert, zielgerichtet und effizient sind.


 

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