Aus fast 12 mach 1

Cisco kündigt grösste Änderung am Partnerprogramm seit 10 Jahren an

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von Coen Kaat

Am Partner Summit hat Cisco eine tiefgehende Anpassung seiner Partnerprogramme angekündigt. Die fast 12 bestehenden Programme werden in einem einzelnen konsolidiert. Dieses soll mehr Möglichkeiten zur Differenzierung bieten.

Oliver Tuszik, SVP Global Partner Organization bei Cisco, erklärt das neue Partnerprogramm. (Source: Cisco)
Oliver Tuszik, SVP Global Partner Organization bei Cisco, erklärt das neue Partnerprogramm. (Source: Cisco)

Am 28. und 29. Oktober findet dieses Jahr zum 25. Mal der Partner Summit von Cisco statt. An dem virtuellen Event nehmen mehr als 10'000 Partner aus 149 Ländern teil, wie der US-amerikanische Hersteller von Telekommunikations- und Netzwerklösungen mitteilt.

Im Rahmen des Events kündigte Cisco die nach eigenen Angaben grössten Änderungen am Partnerprogramm in den vergangenen 10 Jahren an. Bislang organisierte der Hersteller seinen Channel in fast einem Dutzend unterschiedlichen Programmen. Im Laufe der nächsten 12 bis 18 Monate sollen diese in einem einzigen Partnerprogramm konsolidiert werden.

"Diese Änderungen werden für Einfachheit sorgen und es Cisco und unseren Partnern ermöglichen, agiler, relevanter und profitabler zu sein", sagt Oliver Tuszik, SVP Global Partner Organization bei Cisco. "Es geht darum, 'Future Ready' für alles zu sein, was auf uns zukommt."

Das neue Partnerprogramm basiert auf vier Schlüsselrollen: Integrator, Provider, Developer und Advisor. (Source: Cisco)

So soll das Programm Partnern mehr Möglichkeiten bieten, sich entlang den verschiednen Aspekten ihres Geschäfts zu differenzieren. Zu diesem Zweck unterscheidet das Programm vier Schlüsselrollen: den Integrator, den Provider, den Developer und den Advisor.

Keine Schubladisierung

"Wir machen einen mutigen Schritt, um die Silos, die die Partner zwischen unseren verschiedenen Partnerprogrammen sehen, aufzubrechen", sagt Marc Suplus, Vice President, Strategy, Planning and Programs bei Cisco.

Der Hersteller betont, dass er seine Partner nicht in eine Schublade zwängen oder sie einengen will. Es stünde den Partnern offen, sich auf eine einzelne Rolle zu fokussieren, oder alle vier abzudecken. Sie könnten sich so entscheiden, wie es für ihr Geschäft am sinnvollsten sei.

Marc Suplus, Vice President, Strategy, Planning and Programs bei Cisco. (Source: Cisco)

Bestehende Cisco-Partner müssen nicht bei Null anfangen. Das Programm sei so entwickelt worden, dass es das Fachwissen und die langjährige Partnerschaft mit Cisco anerkenne und widerspiegele.

Künftig soll jedoch die Customer-Experience-Spezialisierung besonders gewichtig werden. Sie wird sowohl beim Integrator und beim Provider angerechnet und wird auch eine Voraussetzung für den Integrator-Goldstatuswerden. Diese Änderung soll gegen Ende 2021 wirksam werden.

Neue Tools und Lösungen

Zusammen mit dem neuen Partnerprogramm kündigte Cisco auch eine neue digitale Plattform für seinen Channel an: die Partner Experience Platform (PXP). Diese vereine über 100 Tools sowie Ressourcen. Alles, was ein Partner für die Zusammenarbeit mit Cisco benötigt, wie das Unternehmen erklärt. Das neue Portal wird bereits am 30. November aufgeschaltet.

Ausser Neuerungen für das Partnerprogramm gab es während den virtuellen Sessions auch Einblicke in neue Strategien und Technologien. Cisco stellte etwa neue Lösungen für die Cloud-native-Security-Plattform SecureX vor. Diese sollen die Benutzerfreundlichkeit, die Transparenz und die Automatisierung verbessern.

Ferner präsentierte Cisco auch neue softwarebasierte Lösungen, die den IT-Betrieb in lokalen Rechenzentren und Multi-Cloud-Umgebungen vereinfachen sollen. Dazu zählen etwa die Intersight-Innovationen und das Nexus Dashboard. Dieses würden Echtzeit-Einblicke und Automatisierung nutzen, damit Kunden einen Mehrwert aus Cloud- und On-Premise-Investitionen ziehen könnten.

Es gibt zahlreiche Wege, etwas zu verschlüsseln: DES, AES, Twofish, ROT13, Red Pike und noch viele mehr. Worauf man bei der Wahl einer Verschlüsselungslösung achten sollte, sagt Bremtane Moudjeb, Head of Cyber Security bei Cisco Schweiz, im Podium.

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