Microsoft steckt weitere Milliarden in OpenAI
Microsoft hat ein Multimilliarden-Dollar-Investment in OpenAI bekannt gegeben. Der Windows-Konzern stellt der Firma hinter ChatGPT und Dall-E Cloud-Dienste und Supercomputer zur Verfügung. Im Gegenzug will Microsoft sein KI-Geschäft ausbauen – und als exklusiver Cloud-Provider fungieren.
Microsoft setzt viel Geld auf das Geschäft mit künstlicher Intelligenz. Der Softwarekonzern baut sein Investment in OpenAI kräftig aus. Die beiden Unternehmen sprechen von einem mehrjährigen "Multimilliarden-Investment", ohne jedoch eine Summe zu nennen.
Die Vereinbarung sei 10 Milliarden US-Dollar wert, berichtete der Wirtschaftsnachrichtendienst "Bloomberg" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertrauten Person. Microsoft wollte die Zahl nicht bestätigen, sie würde sich allerdings mit früheren Angaben des US-Nachrichtenportals "Semafor" decken.
Kommerzialisierungspläne und ein Exklusiv-Status
Das neu vereinbarte Investment soll den beiden Unternehmen dazu dienen, KI-Technologien unabhängig voneinander zu kommerzialisieren, wie es in einem Blogbeitrag von Microsoft heisst. Der Windows-Konzern werde die Entwicklung und den Einsatz spezialisierter Supercomputing-Systeme ausweiten, um die KI-Forschung von OpenAI voranzutreiben. Zudem will das Unternehmen die KI-Infrastruktur seiner Cloud-Plattform Azure ausbauen. Und: Microsoft Azure ist fortan exklusiver Cloud-Provider von OpenAI.
Ausserdem will Microsoft die KI-Modelle von OpenAI in seine Software für Unternehmen und Endverbraucher integrieren. Mitte Januar kündigte Microsoft bereits die allgemeine Verfügbarkeit des Azure OpenAI Service an. Der Dienst soll Entwicklerinnen und Entwicklern einen Zugang zu KI-Tools von OpenAI verschaffen. Der Service umfasst den Textgenerator GPT-3.5, den Bildgenerator Dall-E 2 und die KI-gestützte Programmierhilfe Codex – "in Kürze“ soll denn auch der Chatbot ChatGPT hinzukommen.
Microsoft investierte bereits 2019 eine Milliarde Dollar in OpenAI. Zu den frühen Investoren des 2015 gegründeten Unternehmens zählen Elon Musk, Technologieinvestor Peter Thiel, Linkedin-Mitgründer Reid Hoffman und Sam Altman, der das Unternehmen inzwischen leitet.
Die Ankündigung des Deals kommt weniger als eine Woche, nachdem Microsoft einen grossen Stellenabbau angekündigt hat. Der Softwarehersteller will weltweit 10'000 Arbeitsplätze streichen. Konzernchef Satya Nadella begründete den Einschnitt mit Verweis auf die schwierige Marktlage. Lesen Sie hier mehr dazu.
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