Wenn die KI beim Tippen zuhört
Forschende haben einer KI beigebracht, Tastenanschläge akustisch voneinander zu unterscheiden. Auf diese Weise könnten Passwörter öder private Nachrichten abgehört werden.
Ein KI-Modell hört einen Tastenanschlag und weiss mit grosser Wahrscheinlichkeit, welche Taste soeben gedrückt wurde. Beigebracht wurde dies dem Modell von englischen Forschenden, wie "Heise" berichtet.
25-mal wurde jede Taste eines Macbook Pro betätigt und das entsprechende Geräusch mit dem Mikrofon eines iPhones aufgezeichnet. Mit diesen Sounds fütterten die Forschenden anschliessend ein KI-Modell. Mittels Deep Learning lernte das Modell, die verschiedenen Tastengeräusche voneinander zu unterscheiden. Inzwischen soll das Modell die korrekte Taste in über 95 Prozent der Fälle richtig ermitteln. Und das funktioniert auch selbst Tonaufzeichnung vor Ort, sondern auch nur per Videokonferenz mit Zoom.
Die Forschenden warnen vor der Gefahr, die von einem solchen Modell ausgehen könnte. So könnten Tastenanschläge auf dem eigenen Computer binnen kurzer Frist beliebig ausgespäht und damit Passwörter sowie eigentlich vertrauliche Mitteilungen belauscht werden.
Während solche KI-Modelle Cyberkriminelle zur Hand gehen könnten, setzen auch Sicherheitsexperten vermehrt auf künstliche Intelligenz. Welche Rolle KI in der Cybersecurity spielen wird, lesen Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Microsoft patcht aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in Office-Anwendungen
Update: Seco behebt Probleme bei Auszahlungssystem
Sophos peppt sein Partnerportal auf
Die FHNW sagt, wie viel KI die Cyberabwehr braucht
Warum Zoom-Meetings auch im 24. Jahrhundert noch doof sind
So können Unternehmen Lücken in ihrer digitalen Souveränität identifizieren
Microsoft fördert 11 Schweizer KI-Start-ups
Basel-Stadt führt digitale Baubewilligung ein
Samsung meldet Rekordquartal dank KI