Schweizer Industriekonzern Dätwyler baut Rechenzentrum aus
Dätwyler betreibt an seinem Hauptsitz in Altdorf ein modernisiertes Rechenzentrum. Statt wie bisher über 36 Kerne verfügt es nun über einen 256-Kerne-Cluster, was wiederum die Arbeit mit Simulationsprojekten beschleunigt. Für die RZ-Optimierung spannt der Industriekonzern mit Cadfem zusammen.
Bei Dätwyler sind die RZ-Ressourcen knapp geworden. Der Industriekonzern reagierte darauf, indem er ein neues zentrales Rechenzentrum realisierte, wie es in einer Mitteilung heisst. Dieses befindet sich demnach am Dätwyler Hauptsitz in Altdorf (UR) und erweitere das bisherige IT-System im Kompetenzzentrum Schattdorf, wie Rudolf Randler, Head of Mobility Engineering Switzerland bei Dätwyler, in der Mitteilung erklärt. Das neue RZ sei geplant, "um die Zusammenarbeit der globalen Simulationsaktivitäten zu optimieren und den Aufwand für den Aufbau regionaler Systeme zu vermeiden", so Randler. Entsprechend sollten alle Dätwyler-Mitarbeitende weltweit – laut eigener Angaben über 8000 – das neue Datenzentrum nutzen.
Bevor das neue RZ in Betrieb ging, verfügte Dätwyler laut der Mitteilung über ein RZ mit einer Kapazität von 36 Kernen. Neu stehe ein 256-Kerne-Cluster zur Verfügung. Zudem sei das Speichervolumen auf 36 Terabyte angewachsen.
Spürbar wird die Kapazitätserweiterung in Zusammenhang mit Simulationsaufgaben, die im Zuge von Produktentwicklungen anstehen. In diesem Bereich liess Dätwyler das RZ durch Cadfem optimieren. Davor seien nur zwei Simulations- oder HPC-Berechnungen gleichzeitig auf jeweils 12 Kernen möglich gewesen – wenn Parallelisierung notwendig war, sogar nur eine auf maximal 36 Kernen, heisst es in der Mitteilung.
"Da immer mehr Projekte gleichzeitig im Prozess sind und Simulations-Ingenieure zunehmend komplexe und immer aufwändigere, hochgradig nichtlineare Modelle in immer kürzeren Zeitfenstern zu absolvieren haben, begann ein regelrechter Wettlauf um die vorhandenen Kapazitäten", lässt sich Randler zitieren.
Mit den jetzt neu gewonnenen Rechner-Kapazitäten liessen sich mehr Produkte in kürzerer Zeit planen, entwickeln, optimieren und in die laufende Produktion geben.
Dätwyler produziert laut eigener Angaben jedes Jahr mehrere Milliarden Artikel für die Pharma- und Medizintechnik, für die Lebensmittelindustrie sowie den Mobilitäts- und Energiesektor.
An der Spitze des Industriekonzerns Dätwyler – übrigens einer Schwestergesellschaft von Dätwyler IT Infra – steht Volker Cwielong. Er löste per 1. April 2024 Dirk Lambrecht ab, der in den Ruhestand trat. Mehr dazu lesen Sie hier.
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