CEOs wollen bei KI nicht den Anschluss verlieren
Der Druck wächst, rasch in künstliche Intelligenz zu investieren. Laut einer Umfrage von Cisco befürchten fast zwei Drittel der befragten CEOs, beim Ausbau von KI nicht schnell genug voranzukommen. Als grösste Hürden nennen sie unzureichende Infrastruktur, fragmentierte Daten und Sicherheitsrisiken.
Für viele Unternehmen wird das Tempo beim KI-Ausbau zum Wettbewerbsfaktor. Laut einer Cisco-Umfrage unter 2500 CEOs aus 23 Ländern befürchten inzwischen fast zwei Drittel der Geschäftsführer, beim Ausbau von KI den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Vor einem Jahr äusserte gut die Hälfte diese Sorge. Cisco spricht in diesem Zusammenhang von "KI-FOMO" - in Anlehnung an die "Fear of Missing Out", also die Sorge, eine wichtige Entwicklung zu verpassen.
Gleichzeitig wächst das Vertrauen in die Technologie. 91 Prozent der Befragten beurteilen das Potenzial von KI heute optimistischer als noch vor einem Jahr. Für 69 Prozent gehört KI bereits zu den unverzichtbaren Technologien ihres Unternehmens.
Für das kommende Jahr setzen die CEOs drei Prioritäten: Sie wollen ihre Infrastruktur für KI-Anwendungen modernisieren, ihre Mitarbeitenden im Umgang mit KI weiterbilden und KI-Agenten stärker in Geschäftsprozesse integrieren.
IT wird zum Engpass
Der grösste Stolperstein liegt laut der Umfrage in der eigenen IT. Mehr als die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass ihre Infrastruktur den Ausbau von KI ausbremst. Jede dritte Unternehmensleitung nennt zudem fragmentierte Datenbestände als Hindernis. Liegen Informationen in verschiedenen Systemen verteilt vor und lassen sie sich nur schwer zusammenführen, erschwert das den Einsatz von KI erheblich.
Mit dem geplanten Einsatz von KI-Agenten rücken Sicherheit und Kontrolle stärker in den Fokus. Viele Unternehmen wollen zwar KI-Agenten künftig stärker einsetzen, gleichzeitig betrachten die befragten CEOs deren Absicherung als grösste Herausforderung. Deshalb rücken Sicherheitsmechanismen und Governance - also Regeln und Prozesse für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz - stärker in den Fokus.
Gleichzeitig schliesst sich nach Einschätzung der Befragten die Wissenslücke im Topmanagement. Innerhalb eines Jahres sank der Anteil jener CEOs, die ihr eigenes KI-Verständnis als Hindernis für Entscheidungen im Verwaltungsrat oder in der Geschäftsleitung bezeichneten, von 74 auf 47 Prozent.
Übrigens: Warum viele Unternehmen KI-Agenten einsetzen wollen, bei Sicherheit und Compliance aber noch Nachholbedarf haben, erfahren Sie hier.
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