Android-Sicherheitslücke hebelt Displaysperre in unter einer Minute aus
Eine Schwachstelle erlaubt Cyberkriminellen, Android-Geräte in unter einer Minute zu entsperren. Betroffen ist rund ein Viertel aller Android-Smartphones, vor allem aber günstigere Modelle.
Eine neue Sicherheitslücke in Android-Geräten erlaubt Angreifern, sowohl den Sperrbildschirm als auch die Speicherverschlüsselung innerhalb von weniger als 60 Sekunden zu überwinden. Die Schwachstelle "CVE-2026-20435" betrifft laut "Malwarebytes" bestimmte Mediatek-SoCs (System-on-a-Chip), die Trusted Execution Environment (TEE) von Trustonic nutzen. Wie "ZDNet" berichtet, ist rund ein Viertel aller Android-Smartphones von dem Fehler betroffen, insbesondere günstigere Modelle.
Gemäss "Malwarebytes" zeigten Forscher auf, wie ein Exploit über USB die PIN eines betroffenen Geräts wiederherstellt, den Speicher entschlüsselt und Seed-Phrasen aus Software-Wallets ausliest. Der Schutz durch den Sperrbildschirm und die vollständige Festplattenverschlüsselung versage dabei komplett.
Mediatek hat laut Bericht einen Firmware-Patch veröffentlicht, den Hersteller in Sicherheitsupdates einbauen können, um die Geräte der User zu schützen. Bei Unsicherheit, ob das eigene Telefon betroffen ist, rät "Malwarebytes" dazu, das SoC-Modell des eigenen Geräts zu prüfen und mit der CVE-Nummer 2026-20435 abzugleichen.
Lesen Sie auch: Unlängst missbrauchten bösartige Hacker die Plattform Hugging Face, um Schadsoftware an Android-Geräte zu verteilen.
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