KI gewinnt bei Schweizer Banken an Relevanz
Abgesehen von Cybersecurity, Prozessautomatisierung und digitaler Kundenberatung messen Schweizer Banken nun künstlicher Intelligenz ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Dies zeigt eine Studie der HSLU, die 43 Retailbanken zu IT-Themen befragt hat. Demnach nimmt auch das Outsourcing von IT-Dienstleistungen weiter zu.
Erstmals geben rund die Hälfte der Schweizer Banken an, dass KI bei ihnen eine hohe Bedeutung hat. Das Thema belegt damit den vierten Platz hinter Cybersecurity, Prozessautomatisierung und digitaler Kundenberatung, die bereits in vergangenen Jahren als wichtig bewertet wurden. Dies zeigt die "IFZ-Studie Bank-IT und Sourcing 2026" der Hochschule Luzern (HSLU), für die Führungskräfte aus 43 Schweizer Retailbanken befragt wurden, wie das Bildungsinstitut mitteilt.
Wie bereits in vergangenen Jahren wird Cybersicherheit laut Mitteilung als sehr wichtig empfunden: 95 Prozent der Banken würden dem Thema eine hohe Bedeutung zumessen, was damit zu tun habe, dass man die Sicherheit von Kundendaten sehr ernst nehme. An zweiter Stelle folge die Automatisierung und Industrialisierung von Prozessen (74 Prozent) und darauf die digitale Unterstützung des Kundenberatungspersonals (65 Prozent). Künstliche Intelligenz steht gemäss Mitteilung auf Platz 4, wobei die Studienautoren anmerken, dass KI durchaus in den zuvor genannten Bereichen zum Einsatz komme und daher implizit in den Top-Drei-Themen enthalten sei.

(Source: HSLU)
Weiter habe man die Banken gefragt, welche IT-Dienstleistungen sie von Drittanbietern beziehen würden. An erster Stelle steht laut Mitteilung ebenfalls der Bereich Cybersecurity, dessen Aufgaben 65 Prozent der Banken an externe Dienstleister auslagern. Die Studienautoren halten das für wenig überraschend, da die Cybersicherheit viel Expertenwissen erfordere und gleichzeitig zu den Hygienefaktoren der Finanzbranche gehöre. Dieselben Gründe seien wohl für die Plätze 2 und 3 verantwortlich, die von den Bereichen API/Open Banking/Open Finance (57 Prozent) und E-ID (51 Prozent) belegt würden.

(Source: HSLU)
KI befindet sich wiederum mit 51 Prozent auf dem vierten Platz, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Demnach bauen nur grössere Banken in diesem Bereich internes Know-how auf, während der KI-Einsatz insbesondere beim Zahlungsverkehr und bei der Bekämpfung von Geldwäscherei oft ausgelagert wird.
Die Onlinebank Swissquote hat übrigens kürzlich 30 Millionen Franken in künstliche Intelligenz investiert. Lesen Sie hier mehr dazu.
Elon Musk wird der erste Billionär
Der wohl schlechteste Dolmetscher ever
Europäische Open-Source-Alternative "Euro-Office" erntet Kritik
Update: Parlament stellt sich hinter E-Rezeptpflicht
KI gewinnt bei Schweizer Banken an Relevanz
Bundesanwaltschaft passt IT-Projekt Core.Link an
Das war die fünfte ICTjournal Spring Party
CSS stellt IT unter neue Leitung
Nomasis verkündet Partnerschaft mit Dataminr