Acer weiter in der Verlustzone
Wegen der Festplattenknappheit wird Acer zehn Prozent weniger Notebooks ausliefern.
Eigentlich hatte Acer für das vierte Quartal seines Notebook-Geschäfts stabile Stückzahlen vorausgesagt, oder im Idealfall mit einem leichten Anstieg um fünf bis zehn Prozent gegenüber dem dritten Quartal gerechnet. Nun meldet der Branchendienst Digitimes unter Berufung auf Acer-Präsident Jim Wong, dass Acer für das vierte Quartal mit einem Rückgang um fünf bis zehn Prozent rechne. Grund: Mangel an Harddisks (HDD) wegen der Flutkatastrophe in Thailand.
Die Knappheit an HDDs habe einen Preisanstieg bei denselben um fünf bis 20 Prozent zur Folge. Acer-Präsident Wong kündigte nun an, diese Mehrkosten auf die Kunden abwälzen zu wollen und im November die Notebook-Preise zu erhöhen. Was für Acer gilt, gilt auch für die übrigen Notebook-ODMs Taiwans: Sie gehen davon aus, dass von Mitte Dezember bis Mitte Februar global gesehen rund 25 Prozent weniger HDDs verfügbar sein werden, als effektiv gebraucht würden.
Drittes Quartal endet mit Verlust
Doch nicht nur das bevorstehende vierte Quartal macht Acer Sorgen: Für das dritte Quartal 2011 meldet Acer Verlust: Bei einem konsolidierten Umsatz von 117,9 Milliarden Taiwan-Dollar (ca. 3,44 Milliarden Schweizer Franken), resultieren aus dem operativen Geschäft 1,32 Milliarden Taiwan-Dollar (ca. -38,5 Millionen Franken) Verlust, der Nettoverlust beträgt 1,092 Milliarden Taiwan-Dollar (ca. -31,8 Millionen Franken).
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