Ruag vernetzt die Schweizer Armee
Armasuisse gibt Ruag den Auftrag für ein neues integriertes Fernmeldesystem. Der Auftrag ist Teil des Projekts "Telekommunikation der Armee". Für das Projekt sind bis 2035 Investitionen von rund 1,6 Milliarden Franken geplant.
Das Militär will seine Telekommunikation modernisieren. Der Bund ist bereit, zwischen 2008 und 2035 bis zu 1,6 Milliarden Franken dafür zu berappen. Aktuell sind 420 Millionen Franken oder rund ein Viertel des Budgets ausgegeben, wie Armasuisse mitteilt.
Nun hat Armasuisse einen weiteren Entscheid gefällt: Sie vergibt den Auftrag für ein neues integriertes Fernmeldesystem an die Ruag. Kostenpunkt gemäss Simap-Meldung: rund 81 Millionen Franken. Armasuisse begründet die Wahl durch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das bisherige System wird laut Simap-Meldung aufgrund seiner veralteten Technologie ersetzt. Mit einem neuen Fernmeldesystem "soll die Forderung nach mehr Kommunikationskapazität (Sprache und Daten) bei erhöhter Mobilität in Kombination mit dem zunehmenden Druck auf die zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen mittels einer innovativen und integralen Lösung umgesetzt und erfüllt werden".
Mit der Armeebotschaft 2020 wurden für das Projekt Telekommunikation der Armee fünf Teilprojekte beantragt. Mit der Vergabe des letzten Teilprojekts an die Ruag seien nun sämtliche Lieferanten bestimmt:
• Ersatz mobile Kommunikation (Funkgeräte, Bordverständigungsanlagen und Sprechgarnituren): Elbit
• Richtstrahlgeräte: Thales
• Datenfunknetzte von zivilen Anbietern: Swisscom
• Planung der Kommunikationstechnologie: Elbit
• Integriertes militärisches Fernmeldesystem: Ruag
Die Bundesverwaltung vergab kürzlich einen Grossauftrag an fünf Cloud-Provider. Für 110 Millionen sollen Microsoft, Oracle & Co. Public-Cloud-Services für den Bund bereitstellen. Mehr erfahren Sie hier.
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