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Marc Ziegler spricht über Managed Services

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Das Geschäft mit Managed Services floriert. Zumindest wenn man den Anbietern und Marktforschern Glauben schenken will. Marc Ziegler von Sage erklärt, wie das Geschäft funktioniert und was für Reseller drinliegt.

Marc Ziegler, Country Manager von Sage Schweiz (Quelle: Sage)
Marc Ziegler, Country Manager von Sage Schweiz (Quelle: Sage)

Was verstehen Sie unter Managed Services in Bezug auf Ihr ­Portfolio?

Marc Ziegler: Wir bieten im Zusammenhang mit unseren Softwarelösungen eine ganze Reihe an Managed Services an. Dazu zählt sicher unser Cloud-Angebot für Sage 50 Extra. Wir übernehmen die Aufschaltung, die Back-ups, alle Aktualisierungen und stellen die Verfügbarkeit sicher. Der Kunde kann sich auf das Arbeiten mit der Software konzentrieren. Ein weiterer Managed Service unseres Portfolios ist der «Setup Service», bei dem wir für den Kunden die Software per Fernwartung installieren und grundlegende Einstellungen wie Mitarbeiterstamm anlegen oder Bankverbindungen einrichten, damit der Kunde direkt loslegen kann. Auch unser Treuhandangebot beinhaltet Managed Services, bei dem wir ausser Aufschaltung, Updates und Back-ups auch die Mandanten mit dem Treuhänder in der Cloud verbinden. Zudem zählen natürlich alle unsere Supportverträge zu den Managed Services. Diese geben den Kunden das Recht, kostenlos bei uns anzurufen und Beratung rund um ihre Sage-Produkte zu beziehen.

Wie wichtig sind Managed Services für Sie respektive Ihre Partner?

Wir fokussieren uns auf die Vermietung von Software, den Verkauf von Lizenzen sowie das Anbieten von klassischen Service- und Support­verträgen. Managed Services sind für uns dann wichtig, wenn sie das ­Angebot für unsere Kunden komplettieren. So sind wir etwa beim Cloud-Angebot für Sage 50 Extra mit über 1500 Nutzern natürlich mit Managed Services unterwegs. Unsere Lösungen sind aber so aufgebaut, dass abgesehen vom Nutzersupport, relativ wenig Servicebedarf entsteht. Die Sage Business Partner sind zu einem grossen Teil auf individuelle Dienstleistungen fokussiert. Einige Partner bieten eigene Cloud-Services und auch eigene Supportverträge an. Weitere, strukturierte Service­angebote sind aber eher selten.

Was muss ein Reseller können, um Managed Services anzubieten?

Um Managed Services strukturiert und profitabel anbieten zu können, muss der Reseller sicher eine gewisse Grösse haben und über ein ­entsprechendes Konzept verfügen. Wie gesagt sind viele unserer Reseller eher kleiner und darauf spezialisiert, individuelle und auf Kunden ­abgestimmte Services anzubieten.

Für welche Art von Kunden sind Managed Services interessant?

Für Kunden, die ihre Kernkompetenz ausserhalb der IT ansiedeln und mit den Standardinstallationen und -services auskommen, sind Managed Services sicher eine gute Lösung. Schliesslich ist der Trend, vermehrt Standardlösungen einzusetzen, in vollem Gang. Wo man früher noch viel individualisiert hat, sind die Unternehmen heute bemüht, standardisierte Lösungen einzusetzen. So wird auch die Zielgruppe für strukturierte Managed Services grösser.

Wie wirkt sich die digitale Transformation auf das Geschäft mit Managed Services aus?

Die digitale Transformation wird viele Prozesse weiter standardisieren und so auch die Grundlage für Managed Services erweitern. Daher glaube ich, dass die digitale Transformation in Zukunft mehr Managed Services zulassen und das Anbieten solcher Dienstleistungen erleichtern wird.

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