Vernetztes Hilfsmittel von Intel und Stephen Hawking

Ein smarter Mann in einem smarten Rollstuhl

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

In Zusammenarbeit mit Stephen Hawking hat Intel einen smarten Rollstuhl vorgestellt. Das vernetzte Gerät kann unter anderem Blutdruck und Herzfrequenz des Fahrers im Auge behalten.

Hersteller wie Apple, LG oder Samsung entwickeln und lancieren dieser Tage Smartwatches, mit denen Nutzer ihre Gesundheit im Auge behalten können. Intel ist jedoch einen Schritt weiter gegangen. Der Chip-Hersteller hat einen "Smart"-Rollstuhl entwickelt, wie das Unternehmen in einem Video mitteilte. Unterstützung erhielten sie dafür von dem wohl bekanntesten Rollstuhlfahrer überhaupt: Dr. Stephen Hawking. Der Typ, der Schwarze Löcher cool gemacht habe, wie er sich in der Videobotschaft selber vorstellt.

Für den Astrophysiker ist dies ein sehr persönliches Anliegen. Anfang der 60er Jahre wurde beim damals 21 jährigen Hawking Amyotrophe Lateralsklerose diagnostiziert. Die Krankheit ist manchen wohl eher als Grund für eiskalte Duschen bekannt. Im Rahmen der ALS Ice Bucket Challenge wollen die Aktionsteilnehmer auf das Nervenleiden aufmerksam machen.

Die Medizin könne ihn nicht heilen, erklärte Hawking. Deswegen sei der Physiker auf Technologie angewiesen. Sie ist seine Verbindung zur Welt. Durch sie kann er sich fortbewegen. Durch sie kann er wieder sprechen. Kurz gesagt: Ohne technologische Hilfsmittel, könne er nicht leben.

In Zusammenarbeit mit Intels Abteilung für das Internet der Dinge entstand nun ein vernetzter Rollstuhl. Das Gerät überwacht den Gesundheitszustand seines Fahrers. Ein Touchscreen stellt biometrische Daten, wie Blutdruck, Herzschlag und die Körpertemperatur dar. Der Smart-Rollstuhl soll auch Auskunft darüber geben, wie zugänglich die zu besuchenden Orte für Rollstühle seien. Intel und Hawking hoffen, dass sie damit Menschen mit einer Behinderung ein Stück Selbstständigkeit und Normalität im Alltag zurückgeben können.

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