Freud und Leid am Netzwerkmarkt
Der Markt für Netzwerktechnik ist in Europa im Schlussquartal 2012 eingebrochen. Die Wachstumsmärkte in Asien, Afrika und dem nahen Osten retteten das Geschäft. Insgesamt werde der Markt weiter wachsen, da immer mehr Geräte netzwerkfähig sind.
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Markt für Ethernet-Switche für die Layer 2 und 3 im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 0,5 Prozent gestiegen, wie IDC in seinem vierteljährlichen Marktbericht "Worldwide Quarterly Ethernet Switch and Router Tracker" mitteilt.
Dass der Markt überhaupt wuchs, lag am steigenden Netzwerktraffic für Video-Streaming und der starken Verbreitung von netzwerkfähigen Geräten. Das stütze auch dem Markt für unternehmenstaugliche Netzwerkprodukte, wie IDC-Analyst Petr Jirovský erklärt.
Europa im Tief
An den Wachstumsmärkten Asiens stiegen die Umsätze um 15,6 Prozent, im nahen Osten und Afrika um 13,8 und in Lateinamerika um 12 Prozent. Hingegen verliefen die Geschäfte in den reifen Märkten schleppend.
Am besten lief es noch in Japan, wo die Verkäufe um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen. Der nordamerikanische Markt schrumpfte um 1,1 Prozent und der europäische Markt brach im Schlussquartal gegenüber Vorjahr um 12 Prozent ein.
Marktführer verliert Anteile
Bei den Herstellern führt Cisco den Markt für Layer-2- und Layer-3-Switche an, mit einem Markt an, mit einem Anteil von 61,2 Prozent. Allerdings büsste Cisco knapp 3 Prozent ein.
Der Markt für Router ging um 0,2 Prozent zurück. Während der Markt im nahen Osten und Afrika um gut ein Viertel und selbst in den USA um über ein Fünftel nach oben schnellte, brachen die Märkte in Westeuropa und Japan ein. Die Umsätze mit Routern schrumpften in Westeuropa um 21,4 Prozent und in Japan um 24,6 Prozent.
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