HP klopft deutschen E-Tailern auf die Finger
Deutsche HP-Händler sollen regelwidrig Boni kassiert haben. Zu diesem Schluss kommt ein Audit von KPMG im Auftrag von HP. Nun drohen Strafzahlungen, in einem Fall sogar in Millionenhöhe.
HP hat seine Verkäufer in Deutschland überprüft. Kontrolliert wurden Boni und Marketing-Zuwendungen. Diese seien von Händlern teilweise regelwidrig bezogen worden, berichtet Channelpartner.de. Manche Händler hätten Zuwendungen für Geschäfte mit anderen Resellern kassiert, obwohl HP Zahlungen nur beim Verkauf an Endkunden vorsehe.
Das Channelpartner wies darauf hin, dass es für Händler aber nicht immer einfach sei, zwischen Handelskunden und Endkunden zu unterscheiden, wenn Bestellungen hereinkämen.
Nach den von KPMG in den letzen Monaten durchgeführten Prüfungen verhängte HP nun Strafzahlungen. In einem Fall sogar in Millionenhöhe.
Händler monierten, dass HP den Branchenriesen Amazon anscheinend keinem Audit unterzogen habe. HP entgegnete, dass die grossen Partner im Bereich Commercial Business geprüft worden seien. Diese hätten, durch Verträge zugesichert, Marketinggelder und Boni vom Hersteller erhalten.
Kein Audit bei Schweizer Fachhändlern
Schweizer HP-Fachhändler seien indes keinem speziellen Audit unterzogen worden. HP Schweiz habe aber grundsätzlich ein Auge darauf, ob Missbrauch stattfinden würde. Es fänden daher kontinuierliche Prüfungen statt, betonte HP-Sprecherin Anita Felder auf Anfrage.
Auch befinde sich das Unternehmen hierzulande in einem ständigen Dialog mit seinen Partnern, gerade um Missbrauchsfällen vorzubeugen. Sollte es dennoch zu Verstössen kommen, würden diese umgehend geahndet.
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