US-amerikanische Ruag-Tochter ist Opfer eines Ransomware-Angriffs
Cyberkriminelle haben Ruag LLC angegriffen. Laut eigener Angaben erbeuteten sie 24 Gigabyte Daten beim in den USA angesiedelten Tochterunternehmen des Schweizer Rüstungskonzerns. Das Unternehmen bestätigt den Vorfall, macht aber nur ungenaue Angaben zu dessen Ausmass.
Bösartige Hacker haben bei Ruag LLCC zugeschlagen. Die US-amerikanische Tochterfirma des Schweizer Rüstungskonzerns Ruag wurde Opfer eines Ransomwareangriffs, wie "SRF" berichtet.
Demnach steckt die Hackergruppe Akira hinter dem Angriff. Die Gruppierung behauptet, 24 Gigabyte an Daten erbeutet zu haben - darunter etwa Informationen zu Angestellten des Unternehmens, aber auch vertrauliche militärische Daten – und droht nun damit, das Datenpaket zu veröffentlichen. Getan hat sie dies bislang allem Anschein nach nicht, wie dem "SRF"-Bericht zu entnehmen ist.
Ruag in der Schweiz bestätigt gegenüber "SRF" den Angriff auf das Tochterunternehmen, hält sich aber mit Angaben zum Ausmass zurück. "Gemäss aktuellem Erkenntnisstand sind keine besonders schützenswerten Daten von Mitarbeitenden in der Schweiz betroffen", zitiert "SRF" aus der Stellungnahme. Die Aufarbeitung des Vorfalls laufe und man habe entsprechende Massnahmen eingeleitet, schreibt das Unternehmen weiter. Ausserdem hält es fest, der Vorfall betreffe ausschliesslich Ruag LLC und habe keine Auswirkungen auf andere Systeme des Ruag-Konzerns.
Ruag LLC arbeite für Luftstreitkräften aus der ganzen Welt und beschaffe unter anderem Ersatzteile für Kampfflugzeuge.
Im Frühling 2021 sorgte Ruag ebenfalls wegen eines mutmasslichen Hackerangriffs für Schlagzeilen. Was dabei passierte und wie der Bund reagierte, erfahren Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Wie Technologien zur Barrierefreiheit im digitalen Raum beitragen
Ceconomy-CEO tritt zurück
Konsortium entwickelt Open-Source-Alternative zu Google Play Integrity
Basel-Stadt kann E-Voting-Stimmen nicht auslesen
Der KI-Boom fordert die Schweizer Datacenter-Branche heraus
Ständerat fordert schärfere Regeln für Temu, Shein und Co.
Wie Technologie Gehörlose unterstützt, Barrieren zu überwinden
Wie die MINT-Branchen ihre Nachwuchsförderung stärken können
LED-Screens entwickeln sich von Premiumlösungen zu strategischen Systemen