Mutmassungen über einen Technologietransfer an Huawei
Der US-amerikanische Forscher Shane Todd wurde im Juni 2012 erhängt in seiner Wohnung in Singapur aufgefunden. Dokumente auf einer Harddisk des Forschers und Recherchen der Financial Times liefern Hinweise, dass Todd im Zusammenhang mit einem unerlaubten Technologietransfer ermordet worden sein könnte.
Die Todesumstände des US-amerikanischen Forschers Shane Todd, der im Juni letzten Jahres erhängt in seiner Wohnung aufgefunden wurde, sollen überprüft werden. Wie die NZZ gestern berichtete, liefern Recherchen der Financial Times und Dokumente auf einer Harddisk des Forschers Hinweise, dass der Tod des jungen Forschers im Zusammenhang mit einem unautorisierten Technologietransfers stehen könnte.
Shane Todd forschte am Singapurer Institute of Microelectronics im Bereich des Galliumnitrids, das sowohl im Telekomsektor als auch in Radargeräten bei der elektronischen Kriegsführung Verwendung findet. Nach seinem Tod sollen seine Eltern auf einer externen Harddisk detaillierte Angaben zu einer geplanten Zusammenarbeit mit Huawei gefunden haben.
Der Fund ist von besonderer Brisanz, weil Huawei vor einem Jahr vom amerikanischen Repräsentantenhaus unterstellt worden war, geschäftliche Beziehungen zu Einheiten der chinesischen Armee zu pflegen, von denen Hackerangriffe ausgehen sollen.
Huawei hatte im Februar gemäss Reuters noch bestritten, mit einem Singapurer Institut zusammengearbeitet zu haben. Mit den auf der Harddisk aufgefundenen Dokumenten konfrontiert, gab das chinesische Unternehmen jedoch zu, wegen einer Kooperation im Bereich Galliumnitrid angefragt worden zu sein. Das Ersuchen des IME sei jedoch von Huawei abgelehnt worden.
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