Richard Clarkes Aussagen sorgen für Diskussionsstoff
Der US-Cyber-Sicherheitsexperte Richard Clarke richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmer des "2. IT Security Intelligence Event". Die Aussagen sorgten für Diskussionsstoff an der Veranstaltung.
Eine Aussage des US-Cyber-Sicherheitsexperten Richard Clarke hatte Anfang des Jahres für grosses Aufsehen gesorgt. Es sei ziemlich sicher, dass China bereits jedes amerikanische Grossunternehmen gehackt haben soll, sagte Clarke im März.
Clarke mit einer Videobotschaft
Gestern Dienstag war Clarke als Referent an der IT-Sicherheits-Fachveranstaltung "2. IT Security Intelligence Event" in Zürich angekündigt. Die Teilnahme musste er laut Organisator Ralf Haller aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen. Er hat jedoch seine Ansprache vergangene Woche via Videokonferenz aufzeichnen lassen und einige Fragen beantwortet.
Er würde die im März gemachte Aussage ohne Vorbehalt wiederholen, sagte Clarke in seiner Ansprache, denn die Chinesen hätten mit ihren Aktivitäten nicht aufgehört. Er plädierte für internationale Abkommen zur Beschränkung von Cyberwaffen, genau gleich wie es diese auch bei nuklearen, chemischen und biologischen Waffen gebe.
Cyber-Waffen als Massenvernichtungswaffen?
Die Aussagen von Clarke sorgten für Diskussionsstoff in der Podiumsrunde. Insbesondere Stefan Brem, Leiter Risikogrundlagen und Forschungskoordination beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz, äusserte gewisse Vorbehalte zu den Aussagen von Clarke. Es gebe auch Cyberwaffen, die eher mit Kleinwaffen vergleichbar seien, da sie in grosser Anzahl im Umlauf und dadurch schwierig zu kontrollieren seien.
In weiteren Referaten äusserten sich am Anlass Toralv Dirro (McAfee), Hans Cathcart (Akamai) und Andi Röösli (Cisco) zu den aktuellen Cybergefahren. Der ausführliche Eventbericht und das Interview mit Richard Clarke folgen in der nächsten Printausgabe der Netzwoche.
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