Sharp verspätet sich
Qualcomm hat die Zahlung seiner Finanzspritze verschoben. Empfänger Sharp konnte eine neue Bildschirmtechnik nicht rechtzeitig liefern.
Sharp hat Chiphersteller Qualcomm verärgert und muss nun länger auf frisches Geld warten. Wie der existenzbedrohte Hersteller Sharp mitteilt, hat er die vereinbarte Technologie für eine neue Bildschirm-Technik nicht rechtzeitig fertiggestellt. Deshalb verlängerte der amerikanische Chiphersteller Qualcomm die Frist für die zweite und letzte Finanzspritze von fünf Milliarden Yen (umgerechnet rund 49,23 Millionen Franken) auf Ende Juni.
Die erste Finanzspritze von 4,9 Milliarden Yen hat Qualcomm bereits im Dezember überwiesen. Insgesamt sollen also 9,9 Milliarden Yen (umgerechnet rund 97,48 Millionen Franken) an Sharp fliessen. Dafür soll Sharp zusammen mit der Qualcomm-Tochter Pixtronix Bildschirme der nächsten Generation entwickeln.
Auch Samsung hat sich an Sharp beteiligt. Für gut drei Prozent Unternehmensanteile zahlt Samsung 10,4 Milliarden Yen (umgerechnet rund 102,41 Millionen Franken). Sharp braucht das Geld. Das Geschäftsjahr 2013, das noch bis Ende März andauert, soll in einem zweiten Rekordverlust in Folge enden. Sharp erwartet ein Minus von 450 Milliarden Yen (umgerechnet rund 4,43 Milliarden Franken). Seitdem sich der Kurs des japanischen Yens aber wieder etwas abgeschwächt hat, bessert sich die Situation allmählich.
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