Zeix testet Aktivitätstracker
Zeix hat in einer sechsmonatigen Studie die Benutzbarkeit und die Wirksamkeit von Aktivitätstrackern getestet. Neun der zehn Testpersonen wollten die Geräte nach Ablauf des Testes weiter benutzen.
Die digitale Revolution macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt. Immer mehr Personen nutzen das Internet und Mobilgeräte, um ihre körperliche Fitness und ihre Lebensgewohnheiten zu überwachen oder Selbstdiagnosen zu verdächtigen Symptomen zu stellen. Diese neue Tendenz zur Selbstvermessung zeigt sich auch im Erfolg der sogenannten Aktivitätstracker, die die körperliche Aktivität registrieren und die Qualität des Schlafes analysieren. Die Zürcher Agentur für User-Centred-Design Zeix nahm die aktuelle Nachfrage nach Aktivitätstrackern zum Anlass, die Benutzbarkeit und die Wirksamkeit der Geräte in einer sechsmonatigen Studie an zehn Probanden zu untersuchen.
Das Einstellen des Schlafmodus wird oft vergessen
Die 20 bis 71-jährigen Probanden testeten den Schrittzähler und die Schlafüberwachung der Aktivitätstracker Fitbit, Withings Pulse und Jawbone Up. Insgesamt empfanden die zehn Testpersonen das Tragen des Geräts als angenehm, doch sie nutzten die verschiedenen Funktionen der Geräte nur teilweise. Auch soll das Umstellen des Trackers auf den Schlafmodus von den Testpersonen oft vergessen worden sein und das Führen des Esskalenders als zeitintensiv empfunden.
Im Verlauf der Untersuchung zeigte sich gemäss Zeix, dass die Probanden insgesamt lieber das Display der Geräte als die App nutzten, um die Messergebnisse abzulesen. Auch interessierten sich die Testpersonen weniger für die Empfehlungen des Geräts als für ihre Leistung im Vergleich zu derjenigen von anderen Nutzern.
Nach einer ersten Nachfrage nach zwei Wochen wollten neun der zehn Testpersonen die Geräte auch nach Ablauf des Testes weiter benutzen. Vier Personen zeigten sich gemäss Zeix überzeugt, dass die Aktivitätstracker ihr Verhalten positiv beeinflusst habe. Die sechs übrigen gaben an, dass das getestete Gerät keinen Einfluss auf ihr Verhalten gehabt habe. In Interviews zeigte sich aber Zeix zufolge, dass diesen Testpersonen zum Teil nicht bewusst war, wie stark die Tracker ihr Schlaf- und Aktivitätsverhalten dennoch verändert habe.
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