Roche verliert 140'000 E-Mails
Roche hat im Januar 140'000 Mails verloren. Mitarbeiter machen die Umstellung von Microsofts Outlook auf Googles Gmail für die Panne verantwortlich.
Der Basler Pharmakonzern Roche hat einer Berichterstattung vom Blick zufolge am 17. Januar 140'000 Mails verloren. Die Mitarbeiter seien darüber in einem internen Schreiben informiert worden: Man habe "das ganze Wochenende" versucht, die blockierten Mails zurückzuholen, was der IT-Abteilung nicht gelungen sei. Sie gehe davon aus, dass "diese E-Mails verloren sind", schreibt die IT-Abteilung laut Blick.
Was genau unter dem Begriff "blockiert" zu verstehen ist, geht aus dem Bericht nicht hervor. Im Schreiben an die Mitarbeiter sei lediglich vermerkt, dass die blockierten E-Mails entweder von externen Sendern oder von Roche-internen Business-Applikationen/Systemen verschickt worden seien.
Umstellung auf Google Gmail
Angaben von Mitarbeitern zufolge soll die Ursache der Panne in der Umstellung der Konzernkommunikation von Microsofts Outlook auf Googles Gmail liegen. Bereits letzten Herbst hatten Mitarbeiterrückmeldungen gemäss Computerworld ein gewisses Produktivitätsproblem ergeben, das "Verbesserungspotential habe". So sei besonders die Vermischung von privaten und geschäftlichen Adressen des Webmails in die Kritik geraten, da die auf Vornamen erfolgende Adressvorschläge gefährliche Verwechslungen nach sich ziehen könnte.
Problem identifiziert und behoben
Auf Anfrage der Redaktion bestätigte Roche den Bericht des Blicks. Gemäss Roche-Sprecher Daniel Grotzky, war der Vorfall "mit einer Veränderung unserer Infrastruktur verbunden und hat nicht mit Google Mail zu tun". Die Ursache des Problems sei mittlerweile identifiziert und behoben worden. Auch hätten die betroffenen Mitarbeitenden eine Liste mit allen Sendern erhalten, die versucht hätten, sie zu erreichen.
Erstaunlicher Datenverlust
Die Redaktion befragte den IT-Dienstleister Parx, der selbst regelmässig Gmail-Migrationen vornimmt, aber nicht für jene von Roche zuständig war, zum Datenverlust von Roche. Christophe Gaget, Regional Manager Suisse Romande bei Parx findet den Datenverlust erstaunlich. "Ein Verlust bedeutet, dass die Daten gelöscht wurden, obschon bei Unternehmen dieser Grössenordnung verschiedene Sicherungsvorkehrungen bestehen. Die Cloud hat eine Transparenz geschaffen, die zuvor nicht bestand. Wenn es früher zu Datenverlust kam, betraf dies kleinere Volumen und das Ereignis wurde innerhalb des Unternehmens vertraulich behandelt."
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