Oracle erholt sich (zu) langsam
Der Hard- und Softwarekonzern Oracle kommt wieder in Fahrt. Nach einer langen Durststrecke verzeichnete das Unternehmen wieder ein grösseres Umsatzwachstum. Auch der Gewinn ging im dritten Quartal von Oracles Geschäftsjahr 2014 wieder nach oben. Die Anleger zeigten sich ob dieser Kurswende allerdings wenig beeindruckt.
Um den amerikanischen Hard- und Softwareanbieter Oracle ist es wieder etwas besser bestellt. Nach dem wachstumsschwachen Fiskaljahr 2013, konnte der Konzern den Umsatz in den ersten beiden Quartalen seines Geschäftsjahres 2014 (immerhin) um 2 Prozent ausbauen. Im nun abgeschlossenen dritten Quartal kletterten die Einkünfte um 4 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar. Auch der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr wieder an. Unter dem Strich blieben Oracle rund 2,6 Milliarden Dollar, was einem Plus von 2 Prozent entspricht.
Vor allem die Hardwaresparte erholte sich und legte um 8 Prozent auf 725 Millionen Dollar zu. Zusammen mit dem Hardwaresupport spülte die Sparte 1,32 Milliarden Dollar in die Kassen des Konzerns.
Den Löwenanteil des Umsatzes erwirtschaftete Oracle jedoch mit dem Softwaregeschäft. 6,97 Milliarden Dollar setzte der Anbieter um, was einem Zuwachs von 5 sowie 75 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Damit erholte sich auch das kriselnde Linzenzgeschäft. Verantwortlich für das bessere Ergebnis im Softwaregeschäft sei laut Finanzchefin Safra Catz vor allem die Cloud-Sparte gewesen. Die Umsätze stiegen hier allein um 25 Prozent, wie der Pressemitteilung zu den Quartalszahlen zu entnehmen ist.
Den Anlegern scheint die Erholung allerdings zu langsam vonstatten zu gehen. Im nachbörslichen Handel fiel die Oracle-Aktie nach Bekanntwerden der Quartalszahlen um 5 Prozent.
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