Wie Business-Software zum Fundament von KI-Agenten wird
Als OpenAI den ChatGPT-Geist aus der Flasche gelassen hat, schienen die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) wohl endlos. Insbesondere auch im geschäftlichen Alltag. Die Vorstellung, dass die KI all die trivialen und doch essenziellen kleinen Zeitfresser übernimmt, war ein schöner Traum der Effizienzsteigerung. Ein Traum, der nun mit KI-Agenten durchaus noch in Erfüllung gehen könnte und zugleich ein neues Geschäftspotenzial für Anbieter von Business-Software verspricht.
Im Gegensatz zu den KI-gestützten Chatbots wie ChatGPT und Co. sind KI-Agenten selbstständige Softwaresysteme, die über eine gewisse Handlungsfähigkeit verfügen und mittels APIs auch mit anderen Programmen interagieren können. So können KI-Agenten komplette Prozesse begleiten, nicht nur einzelne Schritte. Sie können etwa vom Auftragseingang über die Planung und Ausführung bis zur Nachbereitung Aufgaben ausführen – und dabei noch dazulernen.
Dieses Potenzial stimmt die Marktforscher optimistisch. Precedence Research etwa bezifferte den weltweiten Markt für KI-Agenten 2025 mit einem Wert von 7,92 Milliarden US-Dollar. In den kommenden Jahren soll das Geschäft jeweils mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von fast 46 Prozent zulegen. Bis 2034 soll der Marktwert 236,03 Milliarden Dollar erreichen. Und Anbieter von Business-Software können sich ein Stück von diesem Kuchen abschneiden.
Damit KI-Agenten ihre Aufgaben erledigen und Geschäftsprozesse selbstständig übernehmen können, müssen sie auf Geschäftsdaten zugreifen können – Daten, die von ERP-, CRM- und weiteren Business-Software-Lösungen verwaltet werden. ERP und Co. werden somit zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen KI-Agenten-Strategie. Je sauberer, strukturierter und verlässlicher die Datenbasis in der Unternehmenssoftware ist, desto bessere Ergebnisse liefert der KI-Agent. So wird der aktuelle Hype um KI-Agenten zu einer Chance für ERP-Hersteller, das Fundament für sinnstiftende KI-Anwendungen zu legen, und für Systemintegratoren, ihren Kunden den Weg in das KI-Zeitalter zu zeigen.
Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe des "IT-Markt" zum Thema Business-Software.
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