Jahreszahlen

SAP verdoppelt seinen Gewinn

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von René Jaun und NetzKI Bot und cbi

SAP hat im Geschäftsjahr 36,8 Milliarden Euro Umsatz erzielt - 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit einem Gewinn von 7,5 Milliarden Euro konnte der deutsche Softwarekonzern das Ergebnis von 2024 mehr als verdoppeln. Doch SAP erreichte nicht all seine Jahresziele.

(Source: lucadp / Fotolia.com)
(Source: lucadp / Fotolia.com)

SAP schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzplus ab. Das Unternehmen erwirtschaftete insgesamt 36,8 Milliarden Euro; das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit etwas über 32,5 Milliarden Euro kam der Löwenanteil aus dem Cloud- und Softwaregeschäft., das ein Umsatzplus von 9 Prozent verzeichnet.

Allein für das Cloud-Geschäft meldet SAP einen Erlös von 21,02 Milliarden Euro. Das sind 23 Prozent mehr als 2024. SAP befindet sich damit in der im Vorjahr prognostizierten Spanne, jedoch am unteren Ende. Unter dem prognostizierten Wert ist dagegen der kurzfristige Vertragsbestand im Cloud-Geschäft (Current Cloud Backlog). SAP prognostizierte am Anfang des Geschäftsjahres ein Plus von 29 Prozent und korrigierte den Wert dann im Verlauf des Geschäftsjahres nach unten. Mit den schlussendlich erreichten 25 Prozent verfehlte das Unternehmen seinen Ausblick dennoch um einen Prozentpunkt, wie "Cash" anmerkt. Die Zahl sei bei Abo-Verträgen die Basis für den künftigen gebuchten Umsatz, daher reagierten Anleger mitunter empfindlich auf auf nicht erreichte Ziele, heisst es im Bericht. Und SAP-Finanzchef Dominik Asam beschwichtigt, einige grosse Deals seien Ende 2025 in der Vertriebspipeline gewesen; wegen ihrer Komplexität bräuchte die Umsetzung jedoch mehr Zeit.

Mit 7,49 Milliarden Euro verdoppelte SAP dagegen seinen Gewinn nach Steuern. 2024 lag dieser Wert noch bei 3,15 Milliarden Euro; der vorjährige Wert wurde gedämpft durch ein umfassendes Restrukturierungsprogramm. Im Geschäftsjahr 2025 sanken die entsprechenden Aufwendungen, wodurch sich das Betriebsergebnis verbesserte, wie SAP ausführt. Als negativen Einfluss nennt der Konzern einen Rechtsstreit mit Teradata. In Zusammenhang mit diesem Verfahren nimmt SAP eine Rückstellung in Höhe von 174 Millionen Euro vor. So viel, schätzt SAP, dürfte eine "Beilegung der Rechtsstreitigkeit durch einen Vergleich" kosten.

Für das angebrochene Geschäftsjahr 2026 erwartet SAP im Cloud-Geschäft ein Wachstums-Plus von währungsbereinigt zwischen 23 und 25 Prozent. Der Erlös von Cloud und Software soll währungsbereinigt um 12 bis 13 Prozent wachsen. Das Wachstum des Current Cloud Backlog werde sich "leicht abschwächen", schreibt SAP weiter. Und die währungsbereinigten Softwaresupporterlöse werden stärker zurückgehen, da Kunden zunehmend auf die Cloud umstiegen.

 

Im Januar ernannte SAP Schweiz mit Stefan Riedle einen neuen Quality Director. Seine Vorgängerin Sabine Brändle verlässt das Unternehmen, wie Sie hier lesen können.

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