Rechenzentrenbetreiber IX Swiss ist insolvent
Der Schweizer Rechenzentrenbetreiber IX Swiss ist zahlungsunfähig. Die fehlende Investitionsbereitschaft der Eigentümer hat laut Frits van der Graaff den Untergang besiegelt. Alle Vorstände sind zurückgetreten, und das Rechenzentrum steht leer.
Beim Schweizer Rechenzentrenbetreiber IX Swiss gehen die Lichter aus. Mit Frits van der Graaff ist der letzte Verwaltungsrat zum 8. Oktober zurückgetreten, damit ist das Unternehmen führungslos. Zuvor hatte bereits David Mapley am 3. Oktober IX Swiss den Rücken gekehrt, wie Inside-Channels berichtet.
Fehlende Investitionen
Erst Ende Mai diese Jahres wurde IX Swiss vom international tätigen Investor "Asia-Pacific Swiss Datacenter" aufgekauft. Damit einher gehen sollte eine Umstrukturierung des Unternehmens, wie der damaligen Pressemitteilung zu entnehmen ist.
In einem Gespräch mit der Redaktion bestätigte van der Graaff die Insolvenz des Unternehmens. Er sieht mehrere Gründe für den Niedergang. Der Konkurs eines grossen Kundens in Bern habe dem Unternehmen zwar stark zugesetzt, aber das Ende noch nicht endgültig besiegelt. Entscheidend gewesen sei die fehlende Investitionsbereitschaft der Eigentümer. Für den Betrieb wäre eine grössere Geldspritze notwendig gewesen. Momentan sei die Firma aber überschuldet, und der Konkurs unumgänglich, so van der Graaf.
Da erhoffte Investitionen ausblieben, habe sich das Ende abgezeichnet, so van der Graaff. Damit die Daten der Kunden nicht in der Konkursmasse gebunden sind, wurden diese in Absprache mit den Kunden zuvor in andere Rechenzentren gezügelt. Laut van der Graaf ist dies alles erst im letzten Monat geschehen. Momentan stehen die beiden Rechenzentren des Unternehmens leer.
Keine Blase im RZ-Markt
Im Gespräch betonte van der Graaff ausdrücklich, dass der Konkurs des Unternehmens nicht auf eine Blase im Schweizer Rechenzentrumsmarkt zurückzuführen sei. Das Segment wachse weiter und eine Sättigung sehe er nicht.
Van der Graaff sieht weiterhin sehr viel Potential in den beiden Rechenzentren von IX Swiss. Eine Sanierung sei seiner Meinung nach durchaus möglich. Obwohl die Rechenzentren eigentlich einen sehr günstigen Einstieg in den Schweizer Rechenzentrenmarkt böten, konnten keine Investoren für die Rettung gefunden werden, sagte van der Graaff. Dabei habe er global nach Investoren gesucht, neben dem EU-Raum auch in Russland sowie den USA. Die Bemühungen waren aber nicht von Erfolg gekrönt.
FHNW eröffnet neues Security Lab
US-Gericht verurteilt Google und Meta wegen Förderung von Social-Media-Sucht
Was in einem E-Paper-Display steckt und wie es funktioniert
Experts Inside Schweiz macht COO zum CEO
31 neue KI-PCs, 1 physische Schutzlösung und 2 quantensichere Drucker-Serien
Sieber & Partners erweitert Verwaltungsrat und KI-Angebot
ICT-Berufsbildung Schweiz erhält neue Co-Vizepräsidentin
Cowboys ersetzen Römer beim Wagenrennen
Schweizer Firmen forcieren KI-Projekte trotz Sicherheitsrisiken