Historischer Stellenabbau bei Sharp
Sharp streicht zehn Prozent seiner gesamten Belegschaft und rechnet mit noch mehr Verlusten als vorgesehen.
Trübe Aussichten für Sharp. Der japanische Elektronikkonzern schrieb im letzten Jahr einen Verlust von umgerechnet 4,2 Milliarden Schweizer Franken. Als Folge sprach im Juli eine Konzernsprecherin von tausenden von Stellen, die gestrichen werden müssten.
Nun gab Sharp bekannt, dass der Konzern 5'000 Stellen streichen will – fast zehn Prozent der gesamten Belegschaft. Das wäre das erste Mal seit 1950, dass der Konzern im grossen Stil Stellen abbaut, berichtet Bloomberg. Die Kosten für die Stellenreduktion veranschlagt Sharp mit 100 Milliarden Yen (rund 1,25 Milliarden Schweizer Franken).
Verluste mit LCD-TVs
Das abgelaufene Quartal schloss Sharp mit einem Verlust von 138,4 Milliarden Yen (1,74 Milliarden Franken). Im Vorjahresquartal resultierte noch ein Verlust von 49,3 Milliarden Yen (rund 618 Millionen Franken). Dieses Jahr könnte also noch schlimmer als 2011 ausfallen.
Grund für die Rekordverluste seien die tiefen TV-Preise bei sinkender Nachfrage. Vor allem bei LCD-Fernsehern laufe das Geschäft schlecht, weshalb Sharp mit einem Jahresverlust von 100 Milliarden Yen (1,25 Milliarden Franken) für diese Sparte plant. Zudem verursache der starke Yen, der auf einem Rekordwert liege, hohe Verluste bei Wechselkursen.
Kleiner Silberstreifen
Deshalb korrigierte Sharp die Prognose fürs laufende Jahr. Neu rechnet der Konzern fürs ganze Geschäftsjahr mit 250 Milliarden Yen Verlust (3,1 Milliarden Franken). Zu Beginn des Geschäftsjahres ging Sharp noch von einem Jahresverlust von 30 Milliarden Yen aus (376,3 Millionen Franken) aus.
Zumindest ein kleiner Silberstreifen am Horizont zeichnet sich aber ab für den leidgeprüften Konzern. Der neue Präsident Takashi Okuda, der im April nach den Milliardenverlusten 2011 Nachfolger von Mikio Katayama wurde, hat einen Grossauftrag ergattern können. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, liefert Sharp ab diesem Monat iPhone-Displays an Apple aus.
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