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Mit Sharp in die Wolke

Uhr | Aktualisiert
von Marc Landis

Sharp hat an seiner Inspire Expo Anfang Oktober im spanischen Tarragona Neuheiten aus der Sparte Document Solutions präsentiert. Zugleich erteilte Sharp-Europachef Paul Molyneux den Gerüchten, der Bereich Document Solutions werde verkauft, eine Absage. Sharp will in diese Sparte investieren und geht dafür auch in die Cloud.

Sharp-Europa-Chef Paul Molyneux (r.) mit Marcus l'Anson, CEO, Sharp Systems Product Company, glauben an die Zukunft von Sharps Document-Solutions-Sparte.
Sharp-Europa-Chef Paul Molyneux (r.) mit Marcus l'Anson, CEO, Sharp Systems Product Company, glauben an die Zukunft von Sharps Document-Solutions-Sparte.

Vor 100 Jahren ist Sharp gegründet worden, seit 40 Jahren gibt es die Document-Solutions-Sparte (DS) im Unternehmen. Zwei runde Geburtstage und trotzdem kann Sharp nicht zum Feiern zumute sein.

Wegen Milliardenschulden und schleppenden Geschäftsgangs in den meisten Sparten stand Sharp kürzlich noch vor dem Ruin. Nur durch eine Last-minute-Finanzspritze in Höhe von umgerechnet etwa 4,3 Milliarden Franken durch japanische Banken entging das Unternehmen dem Konkurs.

Allen Problemen zum Trotz lud Sharp aber Anfang Oktober ins spanische Tarragona zur Sharp Inspire Expo, um Neuheiten aus der DS-Sparte zu präsentieren. Es ist der rentabelste Geschäftsbereich von Sharp. Das Tafelsilber sozusagen. Doch im Gegensatz zu anderslautenden Gerüchten will Sharp dieses Geschäft nicht verkaufen. Dies bekräftigte zumindest Sharp-Europa-Chef Paul Molyneux auf der Inspire Expo.

Sharps DS-Sparte besteht aus dem Geschäft mit B-to-B-Druck- und Output-Lösungen. Auch in der Schweiz ist Sharp im DS-Geschäft gut unterwegs, wie Sharp-Schweiz-CEO Alexander Herrmann an der Veranstaltung erklärte. An die Inspire-Expo kamen laut Sharp etwa 600 Kunden und Reseller und liessen sich die neusten Drucksysteme für den Volumendruck, aber auch Multifunktionsgeräte fürs Büro zeigen.

Doch Sharp will in Zukunft nicht nur mit handfester Hardware von sich reden machen. In Tarragona präsentierte Sharp auch ein eigenes Cloud-Angebot. Damit soll den schrumpfenden Margen im Hardwaregeschäft begegnet werden. Bei der Sharp-Cloud handelt es sich vor allem um ein Output- und Dokumenten-Management-System, bei denen die Sharp-MFPs als Hub dienen sollen. Smartphone-Apps für den Ferndruck und die mobile Verbindung sollen das System ergänzen.

Mit einer zusätzlich entwickelten Collaboration-Lösung à la Microsoft-Sharepoint will Sharp zudem auch auf den PC-Desktops der Nutzer Einzug halten. Sharp will im April 2013 mit dem Rollout beginnen, Mitte des Jahres sollen dann die neuen Cloud-Services aktiv bei den Endkunden vermarktet werden. Die Server für die Sharp-Cloud stehen übrigens bei Amazon in Irland.

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