Streit zwischen EU und Google geht weiter
Google hat auf die Vorwürfe der Europäischen Kommission wegen Wettbewerbsverzerrung geantwortet. Das Unternehmen stellt sich klar gegen die Anschuldigungen. In der Vergangenheit machte Google bereits Eingeständnisse.
In das Wettbewerbsverfahren der Europäischen Kommission gegen Google ist Bewegung gekommen. Das Unternehmen hat gestern zu Vorwürfen der Kommission Stellung bezogen. Die Europäische Kommission wirft Google vor, seine Vormachtstellung im Suchmaschinenmarkt auszunutzen und damit den freien Wettbewerb zu behindern. Die zuständige Kommissarin Margarethe Vestager machte letzten April Vorwürfe wie "Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung" geltend. Konkreter unterstellt die EU vor allem, dass Google den eigenen Shopping-Dienst gegenüber der Konkurrenz bevorzuge.
Mit einem Blog-Eintrag begründete Google seinen Standpunkt öffentlich. Darin bestreitet das Unternehmen die Fundiertheit der Vorwürfe. Googles Dienstleistungen würden vielmehr den freien Wettbewerb fördern und die Kommission blende den Einfluss der Onlineshopping-Marktführer Amazon und Ebay auf den Wettbewerb aus. Auch lehnte Google den Vorschlag der Kommission ab, anderen Shopping-Suchmaschinen Anzeigeplätze abzutreten.
Die bisherigen Eingeständnisse und Antworten von Google fand Vestagers Vorgänger Joaquin Alumnia ausreichend. Manchen Mitgliedern der Kommission gingen die Eingeständnisse aber nicht weit genug. Ob das Verfahren weitergezogen wird, bleibt abzuwarten. Die Kommission wolle die Antworten von Google zunächst
sorgfältig prüfen. Im Falle einer Verurteilung drohen Google Bussen in Milliardenhöhe.
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