"Im professionellen Umfeld wird es auch noch in 50 Jahren Kabel geben"
Was sind die technologischen Trends in der Kabelbranche? Welche Chancen bietet der Markt? Roland Silvestri, COO bei Rotronic-Secomp, liefert Antworten.
Wann haben Sie Ihr letztes Kabel für den Privatgebrauch gekauft? Was war das für ein Kabel?
Roland Silvestri: Ich habe die letzten Kabel für den Privatgebrauch vor etwa einem Monat gekauft. Das waren ein Verlängerungskabel, ein Patch- und ein HDMI-Kabel, alle von unserer Eigenmarke Roline.
Wohin wird sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln?
Der Kabelmarkt wird sich im privaten Bereich anders entwickeln als im geschäftlichen. Privat werden zukünftig immer weniger Kabel zum Einsatz kommen. Immer mehr wird über Wireless oder Powerline geführt. Im professionellen Umfeld hingegen wird es auch noch in 50 Jahren Kabel geben. Dort stehen vor allem Performance und Sicherheit an oberster Stelle, beides wird immer noch nur durch den Kabeleinsatz optimal gewährleistet. Natürlich werden sich die Kabel immer mehr verbessern, schneller und stabiler werden.
Was sind die technologischen Trends in der Kabelbranche?
Technologische Trends sind sicherlich der neue USB-Standard 3.1. Dieser Anschluss ist doppelt so schnell wie der bisherige und bringt einen einheitlichen Stecker mit sich, der in beide Richtungen in die Buchse geführt werden kann. Weiter gibt es neu 4k-Kabel im TV-Bereich sowie Patch-Kabel CAT 7. Wir setzen vor allem auf unseren Brand Roline Gold, der mit dickeren Kabeln und besserer Qualität überzeugt.
Wie können der IT-Channel und die Kabelbranche optimal zusammenarbeiten?
Ein Kabel ist der einfachste Zusatzverkauf, den man machen kann, denn es geht nichts ohne Kabel. Bei den meisten Produkten sind keine Kabel dabei. Sie müssen immer zusätzlich gekauft werden – das gilt sowohl für den privaten wie auch für den geschäftlichen Nutzungsbereich. Oft gehen sie beim Kauf aber vergessen. Dabei könnte man hier vor allem hochwertige, qualitativ bessere Produkte anbieten und so das Kundenbedürfnis nach einem vollständigen, langlebigen Erwerb eines Produkts optimal befriedigen. Wenn das verstanden ist, können die zwei Branchen beidseitig gewinnbringend zusammenarbeiten.
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