Knapp 11 Millionen Aktien

CVC löst sich von Sunrise

Uhr | Aktualisiert

Der deutsche Telko Freenet hat knapp ein Viertel der Sunrise-Aktien von CVC Capital Partner abgekauft. Freenet zahlte rund 782 Millionen Franken. CVC steigt aus.

Sunrise hat einen neuen Hauptaktionär: Freenet. Der bisherige Hauptaktionär CVC Capital Partners verkaufte seinen Anteil von 23,8 Prozent an den deutschen Telekommunikationsanbieter, wie Sunrise mitteilt.

Insgesamt wechselten 10,7 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 72.95 Franken den Besitzer. Freenet zahlt somit rund 782 Millionen Franken. Das nötige Kapital besorgte sich Freenet nach eigenen Angaben über einen Bankkredit.

CVC verabschiedet sich damit von Sunrise. "Nach über fünf Jahren im Eigentum von CVC Fonds übergeben wir unseren Anteil nun einem neuen Mehrheitsaktionär", lässt sich Lorne Somerville, Partner und Global Head of TMT von CVC Capital Partners, zitieren.

Wechsel des Hauptaktionärs werde Sunrise nicht beeinflussen

Für die technische Abwicklung früherer Beteiligungsprogramme für Mitarbeiter wird CVC allerdings vorrübergehen noch geringe Aktienbestände behalten, wie Mediensprecher Roger Schaller von Sunrise auf Anfrage sagte. 

Der Wechsel des Hauptaktionäre werde indes keinen Einfluss auf die operative Führung von Sunrise nehmen. Freenet stehe klar hinter der Strategie von Sunrise, sagt Schaller.

Börsengang war Notlösung

CVC kaufte Sunrise im Jahr 2010 von der dänischen TDC-Gruppe für 3,3 Milliarden Franken. Im Februar 2015 brachte CVC Sunrise an die Börse. Der Börsengang war allerdings nur eine Alternative. Eigentlich wollte CVC Sunrise verkaufen, fand aber keinen Käufer. 

Der Börsengang riss ein grosses Loch in die Kasse von Sunrise. Der Umsatz ging 2015 um fast 5 Prozent zurück. Unter dem Strich standen 113 Millionen Franken Verlust.

CEO und VR-Präsident gehen im Mai

Als Folge davon zieht der bisherige CEO Libor Voncina den Hut, wie Sunrise vergangene Woche ankündigte. Im Mai dieses Jahres übernimmt Olaf Swantee.

Verwaltungsratspräsident Lorne Somerville stellt sich nicht zur Wiederwahl für den Vorsitz des Rates. Der CVC-Partner war nach dem Tod von Dominik Koechlin als Interimspräsident eingesprungen. Laut Sunrise bleibt Somerville aber weiterhin im Verwaltungsrat.

Als Nachfolger für Somerville wird der ehemalige UBS-Präsident Peter Kurer gehandelt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikel hiess es, dass Lorne Somerville das Unternehmen verlassen werde. Dies war nicht korrekt.
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