Datenschutzrecht von rund 30 Ländern vergleichen
44 Anwälte aus 32 Ländern haben sich die Datenschutzrechte ihrer Ländern angeschaut. Ihre Erkenntnisse trugen sie auf der Website cloudprivacycheck.eu zusammen. Die Anwälte verlangen ironischerweise persönliche Daten für die Informationen. Das hat aber seinen Grund.
Wer Cloud-Services im Ausland nutzen will, muss wissen, wie das Datenschutzrecht im betreffenden Land aussieht. Je nach Land kann es relativ anspruchsvoll sein, die Informationen zusammenzutragen.
Der österreichische Anwalt Tobias Höllwarth will diese Arbeit erleichtern. Er ist Vorstandssprecher von Eurocloud Austria. Der Verband ist Teil des paneuropäischen Netzwerks Eurocloud. Dieses ist auch mit einem Ableger in der Schweiz vertreten.
Höllwarth versammelte 43 weitere Anwälte aus 32 Ländern. Gemeinsam untersuchten sie die europäischen Datenschutzgesetze, wie Höllwarth mitteilt.
Eurocloud investierte über 35'000 Euro
Die Anwälte machten die Ländergesetze nach eigenen Angaben direkt miteinander vergleichbar. Die gesammelten Informationen trugen sie auf der Website cloudprivacycheck.eu zusammen. In Form von Infografiken und Länderreports.
Das Projekt läuft seit zwei Jahren, wie Höllwarth auf Anfrage schreibt. Eurocloud habe über 35'000 Euro investiert. Viele der beteiligten Menschen hätten freiwillig mitgearbeitet.
Plattform kostenlos nutzbar
"Wir wissen, dass es sehr leicht möglich wäre, jetzt dafür Geld zu erhalten", schreibt Höllwarth. "Die Informationen sind unglaublich viel Wert. Vor allem die Country Reports."
Trotzdem ist die Plattform kostenlos. Wer die einzelnen Länderreports anschauen möchte, muss aber mindestens Vor- und Nachname sowie eine E-Mail-Adresse angeben. "Wir wollen nicht, dass die Menschen, welche die Unterlagen haben möchten, sich nicht einmal zu erkennen geben", schreibt Höllwarth auf Anfrage. "Wir operieren nicht anonym und wir wollen diese Dokumente auch nicht anonym verteilen."
Wer sich also zu erkennen gibt, erhält auf Wunsch Infografik und Report zum gewünschten Land auf einmal. Allerdings immer nur für ein Land.
Reports nur auf Englisch verfügbar
Der Report zu Deutschland, von wo aus etwa Anbieter wie Microsoft und Amazon Web Service ihre Cloud-Dienste anbieten, erstreckt sich über 20 Seiten. Im Report findet sich gleich zu Beginn eine Legende für die zahlreichen Abkürzungen, die im Text vorkommen. Die Lesbarkeit leidet darunter etwas.
Die Website und die Infografiken sind in 26 Sprachen verfügbar. Die Reports nur auf Englisch.
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