Roman Wildenauer im Podium

Screenfoodnet über die Zukunft von Digital Signage

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Das Geschäft mit Digital Signage steht in der Schweiz noch am Anfang. Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem viel Potenzial. Roman Wildenauer, Head of Consulting & Sales bei Screenfoodnet, erklärt, wie er den Markt wahrnimmt und wo es Chancen gibt.

Roman Wildenauer, Head of Consulting & Sales bei Screenfoodnet. (zVg)
Roman Wildenauer, Head of Consulting & Sales bei Screenfoodnet. (zVg)

Welche wirtschaftlichen Entwicklungen erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage?

Roman Wildenauer: Bis 2020 könnte sich das Volumen des Onlinehandels in der Schweiz verdoppeln. Den stationären Detailhandel stellt das vor eine Herausforderung: Er muss sich stärker als bislang auch auf jene Kunden einstellen, die sich an das schnelle Tempo der digitalen Welt gewöhnt haben. Digital Signage kann Ihnen dabei helfen, das klassische Einkaufserlebnis vor Ort mit den Möglichkeiten der Onlinekommunikation zu verbinden. So gestalten Sie den Einkauf für Ihre Kunden attraktiver und steigern dadurch Umsatz und Kundenfrequenz. Wichtig dabei ist, dass der digitale Touchpoint mehr als nur eine Kopie des Webshops ist. Er muss einen Mehrwert für den Endkunden bieten.

Was gilt es bei einem Digital-Signage-Projekt zu beachten?

Inhalte sind das Wichtigste. Nur wer etwas zu erzählen hat, wird den Kunden am Ende begeistern können und somit am Schluss auch mehr Umsatz erzielen. Leider erleben wir, dass der Fokus zu stark auf der Technik liegt. Wir arbeiten grundsätzlich mit unserer bewährten Methodik, die den Kundennutzen ins Zentrum stellt. Dieser ist entscheidend für den Erfolg und die Wirksamkeit der Digital-Signage-Lösungen – alle weiteren Faktoren wie Technik, Platzierung der Lösung sowie die Inhalte werden darauf abgestimmt.

Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage?

Künstliche Intelligenz ist ein sehr wichtiges Thema für die intelligente und vor allem automatisierte Ausspielung und Anpassung der digitalen Inhalte. Durch sogenannte Recommendation-Engines, wie sie bereits im Onlinehandel üblich sind, errechnet das System in Echtzeit die passenden Artikel für ein Cross- oder Up-Selling. Diese intelligenten Systeme können auch einen Beitrag zur Bekämpfung von "Foodwaste" leisten. Verknüpft man die Systeme mit dem Lagerbestand der Filiale, kann man so Produkte bewerben, bevor man diese mit einem saftigen Rabatt verkaufen oder am Schluss gar auf eigene Kosten entsorgen muss. Des Weiteren halten Bots im Content-Management Einzug. So können Mitarbeiter ganz einfach per Whatsapp die Inhalte der Displays bewirtschaften – ganz einfach, als ob sie mit jemandem chatten.

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DPF8_82239

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