VeeamON Tour

Veeam in Zürich: mehr Automatisierung, weniger Komplexität

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Veeam hat in Rüschlikon Halt gemacht und am GDI seine Lösungen präsentiert. Die zahlreichen Besucher erhielten einen Blick auf wichtige IT-Trends, eine Vorschau auf neue Lösungen und viel Gelegenheit für Gespräche und Networking.

Bild: Netzmedien
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Veeam tourt gerade durch Europa. Am 18. Juni hat der Anbieter von Back-up-Lösungen im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Rüschlikon Halt gemacht. Er präsentierte am GDI nicht nur die neuen Funktionen der Veeam Availability Suite in der Version 9.5 Update 4. Es gab auch ein hochkarätig besetztes Podium, das Marc Landis leitete, der Chefredaktor von Netzwoche, IT-Markt und CEtoday. Er diskutierte mit den Country Managern von Netapp, Nutanix, Pure Storage und Veeam sowie mit dem Country Sales and Presales Manager Hybrid IT von Hewlett Packard Enterprise über aktuelle Trends in der IT.

 

Von 0 auf 350'000 Kunden

 

Douglas Chechele hielt das erste Referat. Der Country Lead Switzerland von Veeam thematisierte die Schnelllebigkeit der IT, die vielen Veränderungen in der Branche und die Mega-Trends Cloud, Mobile, künstliche Intelligenz, Machine Learning, Edge und das Internet der Dinge. "Wir werden in den nächsten 5 Jahren so viele Daten generieren wie in den letzten 50 Jahren", sagte Chechele. Veeam wolle seine Plattform auch darum möglichst offen halten. Über 500 Entwickler würden weltweit an den Lösungen mitarbeiten.

 

Douglas Chechele, Country Manager Schweiz von Veeam (Bild: Netzmedien)

 

Veeam ist noch relativ jung. Das Unternehmen gibt es erst seit 2006. Mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde US-Dollar gehört Veeam zu den weltweit grössten Softwareunternehmen in Privatbesitz. 2008 setzten rund 1000 Kunden auf Veeam, 2012 waren es bereits 60'000, und 2019? "Wir haben nun über 350'000 Kunden und gewinnen jeden Monat 4000 neue", sagte Chechele.

 

Die Cloud habe massive Veränderungen gebracht und werde uns noch viele Jahre beschäftigen, sagte Chechele. Nicht geändert habe sich dafür Veeams Vision: Das Unternehmen sei seit dem Start einfach, zuverlässig und flexibel. Veaam habe mit Virtualisierung begonnen, vor 4 Jahren im Enterprise-Markt Fuss gefasst und sei nun über physische Hardware und Software-as-a-Service in der Cloud gelandet. "Die Cloud funktioniert nur mit den richtigen Partnern", sagte Chechele, was die zahlreich anwesenden Partner natürlich freute.

 

Was die Cloud sonst noch für Fallstricke bringen kann, verrät Ivan Cioffi, Teamlead Systems Engineers Switzerland von Veeam, in diesem Fachbeitrag.

 

Ruhig schlafen mit Surebackup

 

Vor der Pause folgten zwei weitere Referate. Die erste Präsentation hielt Patrick Pletscher, Solutions Architect bei Business IT, danach folgten Roland Probst, Consultant bei Bechtle Steffen Schweiz und Marc Patzen, Head of Computer Science bei der Domicil Bern AG, die gemeinsam referierten.

 

Patrick Pletscher, Solutions Architect bei Business IT (Bild: Netzmedien)

 

Pletscher präsentierte Surebackup. Die Software sorge dafür, dass Anwender ruhig schlafen können, sagte Pletscher. Indem sie sicherstelle, dass die virtuellen Maschinen lauffähig seien und alle Applikationen funktionierten. Surebackup erhöhe zudem die Sicherheit bei Audits. Es ermögliche periodische Restore-Tests und biete ein virtuelles Lab für Experimente, so Pletscher.

 

Spielwiese Virtual Lab

 

Das Virtual Lab könne periodisch und vollautomatisch Applikationen oder ganze Applikationslandschaften bereitstellen. Arbeiten auf VMware-vCenter- und ESXi-Ebene seien so nicht mehr nötig, eine manuelle Bereitstellung von Speicherressourcen ebenfalls nicht. Auch Anpassungen des Netzwerks zur Isolation der Testumgebung mache das Virtual Lab hinfällig, sagte Pletscher.

 

Surebackup starte eine Proxy-Appliance und stelle so ein Test-Netzwerk zur Verfügung. Die Software registriere virtuelle Server aus den Back-up-Daten in die VMware-Umgebung. Dann starte der Server, das Betriebssystem und die Applikationen. Surebackup mache automatisch den Heartbeat-Test über die VMware-Tools und checke die konfigurierten Netzwerkports der Applikationen, etwa von Active Directory, SQL, Exchange und den Webserver.

 

Datenexplosion als Herausforderung

 

Probst und Patzen zeigten auf, warum Domicil Bern, "die erste Adresse für Wohnen und Leben im Alter", auf Veeam setzt. "Wir hatten Probleme mit unserer alten Back-up-Appliance", sagte Patzen. "Zum Teil wussten wir tagelang nicht, ob wir ein sicheres Back-up haben."

 

Der bisherige Partner habe vor 5 Jahren versichert, dass der Speicherplatz ausreiche. Doch die Datenmenge sei so stark angestiegen, dass der Back-up-Job über Nacht nicht mal fertig wurde. Domicil Bern habe Veeams Lösungen schon vor ein paar Jahren evaluiert, erklärte Patzen. Damals hätten wichtige Funktionen allerdings gefehlt. "Jetzt ist aber alles da, was wir brauchen."

 

"Ich mag euch alle"

 

"Daten sind kein heute Kostenfaktor mehr, sie bieten nun einen Mehrwert, wenn man sie richtig sammelt und auswertet", sagte Turan Kara, Country Manager Schweiz von Pure Storage in der Podiumsdiskussion. Remo Rossi von Netapp Schweiz betonte, dass Firmen unbedingt darauf achten sollten, einen Lock-in zu vermeiden. "Es wird künftig normal sein, dass Kunden dynamisch zwischen den verschiedenen Hyperscalern hin- und herwechseln wollen."

 

Von links: Turan Kara, Country Manager Schweiz von Pure Storage; Serge Bourgnon, Country Sales and Presales Manager Hybrid IT von Hewlett Packard Enterprise; Douglas Chechele, Country Manager Schweiz von Veeam; Marc Landis, Chefredaktor von Netzwoche, IT-Markt und CEtoday; Florian Köppli, Country Manager Schweiz von Nutanix; Remo Rossi, Country Manager Schweiz von Netapp (Bild: Netzmedien)

 

"Unsere Philosophie war von Anfang an, das Rechenzentrum zu vereinfachen", sagte Florian Köppli, Country Manager von Nutanix in der Schweiz. Er geht davon aus, dass die Themen IoT und Edge in Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen. Während die Konkurrenten am Tisch versuchten, sich gegeneinander auszuspielen, schlug Douglas Chechele von Veeam versöhnliche Töne an: "Ich mag euch alle. Wir bleiben neutral, alle unsere Partner sind wichtig."

 

Warum Unis auf Switch setzen

 

Vor der Mittagspause referierte noch Doron William, Solution Architect bei Switch. Er stellte gleich einen ganzen Katalog von wichtigen Fragen: Was kann alles schief laufen in Public Cloud? Was ist, wenn der Provider plötzlich kein Geld mehr hat? Wenn er an ein Unternehmen im Ausland verkauft wird, zum Beispiel in die USA? Wenn sich plötzlich die AGB/Eula ändern?

 

Doron William, Solution Architect bei Switch (Bild: Netzmedien)

 

"Universitäten haben Petabytes an Daten und können in einem solchen Fall nicht einfach schnell den Anbieter wechseln", sagte William. Die Lösung? Switch. Die Stiftung biete seit über 30 Jahren ein stabiles Netzwerk für Universitäten und sei sich gewohnt, in Petabytes zu wachsen. Switch biete zudem Verträge mit fixen Preisen und einer Dauer von 4 bis 5 Jahren. Diese Vorteile könnten andere Provider meist nicht bieten, sagte William.

 

Mehr Automatisierung, weniger Komplexität

 

Martin Steiner, Enterprise Technical Advisor von Veeam, zeigte auf, was der Veeam Availability Orchestrator 2.0 alles kann. Vor allem: Automatisieren und die Komplexität reduzieren. "Rund 60 bis 70 Prozent aller grösseren IT-Projekte scheitern", sagte Steiner. Ein Grund dafür seien oft mühsame und starre manuelle Prozesse. "Die Komplexität ist meist viel zu hoch."

 

Martin Steiner, Enterprise Technical Advisor von Veeam (Bild: Netzmedien)

 

Der Orchestrator 2.0 helfe dabei, Prozesse intelligent zu automatisieren, manuelle Tasks zu reduzieren und eine Dokumentation zu erstellen. Viele Kunden würden die Software auch für das Patch-Testing nutzen, sagte Steiner. Vor der Pause stellte Stephan Herzig, Systems Engineer von Veeam, weitere Produkte vor: Veeam Backup for Office 365 und die Veeam Datalabs. Pierre Merle, Partner Solution Architect Switzerland, zeigte zudem auf, wie sich die Lösungen von Veeam in AWS integrieren lassen.

 

Douglas Chechele überraschte Anton Gostev mit einer Torte zum Geburtstag (Bild: Netzmedien)

 

Bevor der Networking-Apéro startete, zeigte Anton Gostev, Senior Vice President von Veeam, neue Funktionen in der Veeam Availability Suite in der Version 9.5 Update 4 und der kommenden Version 10. Unter anderem eine bessere Integration von Object Storage sowie von CIFS-, NFS- und Windows-File-Shares.

 

Der Glacé-Stand von Pure Storage war beliebt (Bild: Netzmedien)

 

Die Veranstaltung endete mit Glacé, Süssigkeiten und viel Networking.

 

Networking über dem Zürichsee (Bild: Netzmedien)

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