Täter, Opfer und Retter

Warum das Drama-Dreieck niemandem etwas bringt

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Egal ob privat oder im Berufsleben, jeder hat wahrscheinlich schon einmal in einem Drama-Dreick festgesteckt. Eine solche Konfliktsituation ist schnell entstanden - und wenn man die richtigen Tricks kennt auch schnell wieder gelöst.

(Source: mohamed Hassan / Pixabay)
(Source: mohamed Hassan / Pixabay)

Ein Drama-Dreieck ist schnell entstanden. Was es dafür braucht, sind für den Anfang zwei Personen, die unterschiedlicher Ansicht sind. Als Beispiel für eine solche Konfliktsituation nennt IT-Führungskräfte-Coach Olaf Kapinski gemäss "t3n.de" folgende Situation: Der Chef ärgert sich darüber, dass ein Mitarbeiter wieder einmal zu spät zum Meeting aufkreuzt und sagt ihm, dass er in Zukunft pünktlich zu erscheinen hat. Der Mitarbeiter erwidert darauf, dass er noch ein wichtiges Telefonat mit einem Kunden führen musste. Schliesslich habe der Chef doch gesagt, dass die Kunden wichtig seien. In häufigen Fällen würde der Chef laut Kapinski mit einer Antwort reagieren wie "Ja, ich verstehe, aber wir hatten uns doch gemeinsam darauf geeinigt, dass uns die Teammeetings auch wichtig sind." Oder: "Natürlich ist der Kunde wichtig, aber der springt uns schon nicht ab, nur weil Sie pünktlich zum Meeting erscheinen." Eine solche Diskussion könne schier endlos weitergeführt werden, ohne dass es eine Lösung für den Konflikt gebe.

Der "Täter" ist häufig eine Führungsperson

Zwei reichen aber noch nicht aus, um ein Dreieck zu kreieren. Abgesehen vom "Täter" – in diesem Fall der Arbeitgeber – und dem "Opfer" – hier der Mitarbeiter – komme noch der "Retter" ins Spiel. Er ergreife Partei für das Opfer. "Ganz viel von dieser Reaktionsweise passiert automatisch. Weil wir das so vorgelebt bekommen und es selber auch immer wieder tun", erklärt Kapinski auf seinem Blog.

Wie Kapinski schreibt, ist der Täter der Ansicht, dass Angriff die beste Verteidigung ist. In der Geschäftswelt befinden sich solche Menschen häufig in Führungspositionen. "Gerade schwache Chefs sind ständig in der Täterrolle unterwegs. Sie vermitteln den Eindruck, dass die anderen nicht gut genug sind." Leute in der Opferrolle ziehen sich hingegen zurück und warten, bis der Sturm vorbei ist. "Sie sind unterwürfig und spielen den Hilflosen."

"Wenn Sie sich im Drama-Dreieck befinden, springen Sie raus!"

Der Retter ist gemäss Kapinski der Ansicht, dass ohne ihn gar nichts geht. Er trägt allerdings nicht zur Lösung der Situation bei. "Wenn Sie sich im Drama-Dreieck befinden, dann springen Sie raus!", rät der Coach. Dabei helfen sogenannte "Separators". Das könne Beispielsweise ein Themenwechsel sein. Hauptsache man bringe seine Drama-Dreieck-Kumpanen auf andere Gedanken. Sobald die jeweiligen Rollen durchbrochen sind, kann man zum Diskussionspunkt zurückkehren und die Angelegenheit in Ruhe regeln.

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