Umfrage von Equinix

Wo bei Schweizer IT-Entscheidern der Schuh drückt

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Schweizer IT-Entscheider fürchten sich vor Datenlecks, setzen auf Private-Clouds und wollen wissen, wo ihre Daten gespeichert sind. Das sind drei Ergebnisse einer Umfrage von Equinix.

(Source: Scanrail / Fotolia.com)
(Source: Scanrail / Fotolia.com)

Equinix hat seine Studie "Global Interconnection Index" durchgeführt. Dabei befragte das US-Unternehmen erstmals auch Schweizer IT-Entscheider zu verschiedenen Themen, wie es auf Anfrage sagt. Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

  • 70 Prozent der befragten Schweizer sehen es als ihre wichtigsten Aufgabe, die Cybersicherheit ihres Unternehmens zu verbessern. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen die Digitalisierung und die Compliance mit dem Datenschutz.

  • Die grössten Gefahren für ihr Unternehmen seien Datenlecks und Cyberattacken. Auch in der Cloud und im Ausfall von Infrastruktur orten die Fachleute Bedrohungen.

  • Nur 14 Prozent sind der Ansicht, die Schweizer Politik mache beim Thema 5G sehr gute Fortschritte. 13 Prozent sind der Meinung, es gehe sehr langsam voran. Die stärksten Auswirkungen auf ihr Geschäft durch die neue Mobilfunk-Generation erwarten die Befragten bei der Nutzung neuer Technologien, Infrastruktur und der Entwicklung neuer Produkte.

  • Nachhaltigkeit ist für die meisten IT-Entscheider kein Thema. Nur 30 Prozent sind der Ansicht, ihre Kunden verlangten von der IT-Infrastruktur einen entsprechenden Nachweis.

  • Fast 40 Prozent geben an, ihre Firma expandiere aktuell in neue Regionen. Etwas mehr als die Hälfte wollen diese Expansion auf IT-Seite mit virtuellen Verbindungen unterstützen. 37 Prozent wollen in neue physische Infrastruktur investieren.

  • 29 Prozent der Unternehmen setzt keine Public-Cloud-Lösung ein. Bei etwas mehr als einem Drittel ist ein Cloud-Provider im Einsatz. Bei 20 Prozent sind es zwei, bei 4 Prozent drei - und 13 Prozent arbeiten mit mehr als drei Providern zusammen.

  • Bei 55 Prozent ist ausschliesslich die Private Cloud im Einsatz. 26 Prozent setzen nur auf die Public Cloud. 20 Prozent haben Multi-Cloud-Umgebungen, und 17 Prozent einen Hybrid-Cloud-Mix. Der grösste Teil der Befragten hat zwischen 0 und 10 Prozent ihrer IT in die Cloud ausgelagert. 60 Prozent geben an, weitere Funktionen in die Cloud zu migrieren.

  • Künstliche Intelligenz (KI) ist erst in rund 30 Prozent der Unternehmen ein zentraler Teil der IT-Strategie. 27 Prozent gehen davon aus, dass KI eine wichtige Rolle bei ihnen spielt. Für etwas mehr als 40 Prozent ist KI nicht relevant.

  • Wo Unternehmensdaten gespeichert werden, ist für die Mehrheit der Befragten von Bedeutung. 40 Prozent gaben an, das Land sei für die Datenspeicherung sehr wichtig.

Nach Angaben von Equinix befragte das US-Unternehmen APCO Insight für die Umfrage 104 IT-Entscheider in der Schweiz.

Was die Schweizer Parteien von Digitalthemen halten, erfahren Sie hier.

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