Wie Graphax mit Fujifilm Lücken schliesst
Graphax hat am 24. Februar in Spreitenbach bei einem Launch-Event eine strategische Partnerschaft mit Fujifilm bekannt gegeben. Damit erweitert der Schweizer Anbieter von Drucklösungen sein Portfolio um komplementäre Systeme, welche die Anforderungen im 5- und 6-Farbsegment abdecken sollen.
Am 24. Februar hat das Schweizer Unternehmen für Druck-, Output- und Dokumentenlösungen Graphax seine neue Partnerschaft mit Fujifilm verkündet. Empfangen wurden die 60 Gäste zum Launch-Event im firmeneigenen Showroom in Spreitenbach mit einem kleinen Apéro, der den ersten Austausch einläutete. Danach begrüsste Philippe Oberson, Miteigentümer und Verwaltungsratspräsident von Graphax, die Teilnehmenden im Konferenzraum: "Für uns ist diese Partnerschaft mehr als nur neue Produkte. Es geht darum, gemeinsam bessere Lösungen für unsere Kunden zu schaffen. Technisch, stark und kreativ."
Hiroaki Matsui, Senior Channel Sales Manager Europe, und Keita Yamamuro, Senior Vice President Graphic Communications bei Fujifilm. (Source: Netzmedien)
Fujifilm war ebenfalls am Event vertreten: Hiroaki Matsui, Senior Channel Sales Manager in Europe, sowie Keita Yamamuro, Senior Vice President Graphic Communications, waren dafür aus Düsseldorf und Japan angereist. Auch Yamamuro richtete sich mit einigen Worten an das Publikum. Ihm sei es sehr wichtig, den Kunden und Partnern zuzuhören, damit er die richtige Entscheidung treffen oder die richtige Unterstützung leisten kann. "Ich halte es für unerlässlich, mit den Partnern in den einzelnen Ländern zusammenzuarbeiten, da Sie den Markt viel besser kennen als wir."
"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit"
Ein neues Kapitel, ein Meilenstein - so beschreibt Sascha Bauer, Head of Sales Commercial Printing bei Graphax, die neue Partnerschaft mit Fujifilm. In seinem Vortrag erläuterte er die strategische Umpositionierung zum Multibrand-Vertrieb. Früher sei Graphax über Jahrzehnte nur Konica Minolta "gewesen". Nun biete Graphax ausser Konica Minolta und Fujifilm seit 2025 auch Riso.
Sascha Bauer, Head of Sales Commercial Printing bei Graphax. (Source: Netzmedien)
Nach einem kleinen Zwischenfall mit dem eingefrorenen Monitor, fuhr Bauer fort: "Es sind die Rahmenbedingungen, die sich massiv verändert haben, unter denen heute Entscheidungen getroffen werden müssen." Gleichzeitig würden auch die Erwartungen an Qualität, an Wirkung, an Differenzierung steigen und die Sensibilität für Fehler sei im Druckermarkt wesentlich höher geworden. "Im Endeffekt haben wir das Problem, dass die Fixkosten strukturell hoch sind, die Investitionen sich langfristig auswirken, aber eigentlich die Planbarkeit vom Markt das gar nicht mehr hergibt."
Der Markt verändere sich laut dem gelernten Offset-Drucker immer weiter. Deshalb werde die Differenzierung und Positionierung von Unternehmen wichtiger. Er richtet sich direkt an seine Kunden: "Sie entscheiden letztendlich, wie Sie sich positionieren, welche Aufträge Sie gewinnen wollen und welche Aufträge Sie in Zukunft ablehnen, weil sie unrentabel sind. Der Markt gibt mit Sicherheit eine Rahmenform, das ist mir klar." Dies unterstrich Bauer mit dem Zitat von Friedrich Schiller: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."
Die Partnerschaft mit Fujifilm sieht Bauer als Möglichkeit, den Handlungsspielraum für seine Kunden zu vergrössern. "Nicht als Ersatz. Nicht als Konkurrenz im eigenen Haus. Sondern klar definiert innerhalb von einer integrierten Produktionsarchitektur." Denn jede Technologie habe eine eigene Aufgabe.
Graphax sei für seine Kunden von der Beratung, Lieferung, Integration, Schulung von Mitarbeitern bis zur Anpassung von Workflows mit über 40 Technikern und 9 Standorten dabei. "Das heisst, wenn Kunden bei uns investieren, investieren sie nicht in eine Maschine, sondern in eine Systemlandschaft."
Lücken schliessen mit Fujifilm
Der Schweizer Druckmarkt befinde sich weiterhin im Wandel, erklärte Manuel Simmen, Head of Product Management Commercial Printing bei Graphax. Die steigende Nachfrage nach Mehrfarbdrucksystemen sei dabei nicht nur ein kurzfristiger Trend, sondern werde den Markt langfristig prägen. Insbesondere im Bereich von Luxus- und Premium-Verpackungen gehe es darum, Emotionen zu wecken. Und dafür würden hochwertige Druckproduktionen benötigt.
Manuel Simmen, Head of Product Management Commercial Printing bei Graphax. (Source: Netzmedien)
Das Highlight der neuen Partnerschaft sei die Revoria-Press-Serie mit fünf bis sechs Farboptionen. Damit schliesse Graphax mit Fujifilm eine Farblücke - Gold, Silber, Clear- und Pinktoner kommen hinzu. Genau das brauche der künftige Professional- und Commercial-Print-Markt. "Fujifilm ergänzt unser bestehendes Konica-Minolta-, Riso-Portfolio ideal, es harmonisiert mit der Technologie", fuhr Simmen fort. Vor allem für den Schweizer Markt sei das Modell "SC285S" der perfekte Einstieg in den Added-Value-Print.
Häppchen, Demos und Goodie-Bags
Nach den Präsentationen gab es einen Apéro mit geräucherten Häppchen. (Source: Netzmedien)
Nach den Vorträgen lud Graphax die Gäste zum weiteren Apéro und zur Live-Demo der Druckermaschinen ein. Alle Teilnehmenden bekamen am Ende der Veranstaltung einen Goodie-Bag mit Flyern von den neuen Fujifilm-Lösungen sowie einen Gutschein für die kostenlose Produktion von 1000 Bögen.
Übrigens: Nach 40 Jahren Dietikon haust Graphax seit Januar 2025 in Spreitenbach. Lesen Sie hier mehr über die Büroeröffnung.
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