IDC-Marktübersicht

Markt für All-Flash-Speicher in Westeuropa erstmals rückläufig

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Der globale Markt für Speichersysteme ist leicht zurückgegangen. Nicht so die Umsätze auf dem All-Flash-Array-Markt. Hier ging es gegenüber 2018 um knapp 18 Prozentpunkte aufwärts. Ein anderes Bild zeigt sich in Westeuropa. Im zweiten Quartal dieses Jahres war das Geschäft mit All-Flash-Speicher zum ersten Mal rückläufig.

(Source: miakievy / iStock.com)
(Source: miakievy / iStock.com)

Die Umsätze auf dem globalen Markt für Enterprise Storage sind Anfang 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent gesunken. Trotzdem legten die Bereiche All Flash Array (AFA) und Hybrid Flash Array (HFA) kräftig zu. Laut Marktforscher IDC erwirtschafteten Hersteller im ersten Quartal dieses Jahres auf dem AFA-Markt 2,47 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 17,5 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal 2018 entspricht. Auf dem HFA-Markt ging es um 8,6 Prozent aufwärts. Insgesamt betrugen die Umsätze hier 2,81 Milliarden Dollar. Weniger gut lief es auf dem Markt für serverbasierte Speichersysteme. Der Gesamtumsatz sank um 6,6 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Dollar. "Daten sind die Basis für alle neuen Technologien. Datengetriebene Unternehmen werden anderen Unternehmen immer einen Schritt voraus sein", sagt Werner Stocker, Head IBM Systems Schweiz. "Damit man die Daten aber überhaupt analysieren und nutzen kann, braucht es eine Infrastruktur beziehungsweise Storage-Lösungen, die sich nahtlos in neue Anforderungen integrieren lassen." All-Flash-Speicher gelten als effizienter, haben einen geringeren Stromverbrauch und sind langlebiger als andere Speichermedien. "Aus unserer Sicht gibt es keine Nachteile gegenüber anderen Speichersystemen", sagt Stocker.

 

 

Westeuropa kehrt All Flash Arrays den Rücken

Trotzdem erlitten All-Flash-Speicher laut IDC im zweiten Quartal 2019 in Westeuropa einen Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei handle es sich um den ersten Rückgang seit Bestehen des westeuropäischen AFA-Markts. Mehr investiert wurde in der Region in HFA. Hier stiegen die Umsätze in Dollar um 4 Prozent.

Mit einem Marktanteil von 22,2 Prozent hatte Dell Technologies weltweit im ersten Quartal 2019 die Nase vorn. Der Umsatz ging beim Hersteller jedoch leicht zurück. Das grösste Umsatzwachstum gegenüber dem Vergleichsquartal 2018 verzeichnete Pure Storage. Beim Hersteller ging es um 22,4 Prozent aufwärts, von 236,4 auf 289,5 Millionen Dollar. Das grösste Minus beobachtete IDC mit 13,9 Prozent bei IBM. Der Umsatz sank beim Unternehmen von 388,2 auf 334,1 Millionen Dollar. Auch in der EMEA-Region war Dell Marktführer. Im zweiten Quartal 2019 hatte der Hersteller 32,8 Prozent Marktanteil. Im gleichen Quartal 2018 waren es noch 33,9 Prozent. Der Umsatz sank von 604,4 auf 565,4 Millionen US-Dollar.

Am meisten zugelegt hat Hewlett Packard Enterprise (HPE). Beim Unternehmen stieg der Umsatz um 22,9 Prozent von 260,9 auf 320,7 Millionen US-Dollar. HPE war damit der zweitstärkste Anbieter in der EMEA-Region im zweiten Quartal 2019. Zu den weiteren Marktführern zählten Netapp (15,8 Prozent Marktanteil), IBM (8,1 Prozent Marktanteil) und Hitachi (6,2 Prozent Marktanteil).

 

Laut Stocker von IBM sollten Storage-Anbieter folgende Trends im Auge behalten

Unternehmen haben heute bereits die ersten 20 Prozent ihrer Reise in die Cloud abgeschlossen. Die Herausforderung wird in Zukunft darin bestehen, die neuen Applikationen (native Cloud Apps) in bestehende Legacy-Umgebungen zu integrieren und dabei eine flexible und kosteneffiziente Hybrid-Cloud-Umgebung zu nutzen. Das Geschäft wird von Daten getrieben, und deren Nutzung ist entscheidend für den Wettbewerbsvorteil. Datenschutz wird für Kunden immer wichtiger und damit für Anbieter zunehmend entscheidender für den Erfolg.

 

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