UZH und Algorithmwatch untersuchen, was KI mit der Gesellschaft macht
Zusammen mit der Uni Zürich erforscht Algorithmwatch CH, wie sich Entwicklungen rund um KI auf die demokratische Meinungsbildung und die gesellschaftliche Debatte auswirken. Die Partner setzen auf Datensammlungen, technische sowie sozialwissenschaftliche Untersuchungen und Open-Source-Tools.
Künstliche Intelligenz (KI) und Algorithmen spielen im Alltag eine immer wichtigere Rolle. Haben die technologischen Entwicklungen auch Folgen die Gesellschaft und Demokratie? Und wenn ja, welche?
Dies will Algorithmwatch CH genauer untersuchen. Die Non-Profit-Organisation spannt dafür mit der Universität Zürich zusammen und lanciert das Forschungsprojekt "RAISD" ("Researching AI, Society & Democracy in Switzerland").
Daten und Tools für alle
Mit dem Projekt stärke man die öffentliche Auseinandersetzung zu der Thematik mit empirischen Untersuchungen zu aktuellen Entwicklungen, schreibt Algorithmwatch auf der RAISD-Website. Zudem leiste das Vorhaben einen Beitrag an das Forschungsfeld.
Die Partner formulieren den Gegenstand ihrer Forschung in drei konkreten Fragen:
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Wie wirken sich Algorithmen und KI ganz konkret auf die Gesellschaft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die öffentliche Debatte und die Meinungsbildung in der Schweiz aus?
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Wo gibt es Evidenz und Beispiele für die Auswirkungen von Algorithmen und KI auf die Gesellschaft, wo fehlen sie?
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Wie lassen sich die Entwicklung und der Einsatz von Algorithmen und KI auf technischer und gesellschaftlicher Ebene verantwortungsbewusst gestalten, um nachhaltig gesellschaftsrelevante und gemeinwohlorientierte Innovationen zu fördern?
Angehen wollen die Forschenden diese Fragen "durch Datensammlungen, technische sowie sozialwissenschaftliche Untersuchungen und die Entwicklung von Open-Source-Tools", wie es auf der Website heisst. Zudem stellen die Partner in Aussicht, dass Forschende und Medien die Ergebnisse der Untersuchungen sowie die entstehenden Datensätze und Tools für ihre eigenen Recherchen nutzen können. RAISD richte sich aber auch "an Politik und Verwaltung, bei der unsere Forschung als Grundlage für die Ausgestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen dienen kann".
Seitens Uni Zürich beteiligt sich die Social Computing Group des Instituts für Informatik am Forschungsprojekt.
Koordiniert wird das Projekt von Corinna Hertweck, die in ihrer Doppelrolle als Tech Researcherin bei Algorithmwatch Schweiz und Postdoktorandin an der Universität Zürich die Brücke zwischen den beiden Projektpartnern bildet, wie es in einer Mitteilung heisst.
Lesen Sie auch: AlgorithmWatch CH ist eine von mehreren Organisationen, die die vom Bundesrat vorgeschlagene Plattformregulierung kritisieren. Der Organisation zufolge geht der Vorschlag zu wenig weit.
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