Datenabfluss

Hacker kopieren sensible Daten von Liechtensteiner Justizbehörde

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von Andreas Huber und rja

Im Fürstentum Liechtenstein hat ein Hackerangriff auf das Amt für Justiz stattgefunden. Ziel war das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen" (VwbP). Die unbekannten Hacker griffen Daten von rund 31'000 Rechtsträgern ab. Die Regierung hat einen Krisenstab eingesetzt.

(Source: Izhar Ahamed auf Pixabay.com)
(Source: Izhar Ahamed auf Pixabay.com)

In der Nacht auf den 30. Juli 2026 haben Unbekannte einen Cyberangriff auf das Amt für Justiz des Fürstentums Liechtenstein verübt. Dabei gelang es ihnen, Datenkopien von rund 31'000 Rechtsträgern aus dem "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen" (VwbP) abzugreifen. Dies teilten Regierungschefin Brigitte Haas und Regierungsrat Emanuel Schädler an einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz in der Hauptstadt Vaduz mit, wie "SRF" berichtet. 

Bislang gebe es noch keine Lösegeldforderungen, und das Verzeichnis sei noch nicht im Darknet aufgetaucht oder zum Verkauf angeboten worden. 

Das VwbP enthält laut dem Bericht sensible Angaben zu wirtschaftlich berechtigten Personen von Rechtsträgern. Dazu gehören Personalien, Staatsangehörigkeit oder Wohnsitzland von Unternehmens- und Stiftungsverantwortlichen, wie Martin Alge, Leiter des Amts für Justiz, an der Medienkonferenz ausführte. 

Das Verzeichnis wird laut "SRF"-Bericht zur Verhinderung von Geldwäsche, Vortaten der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung geführt. Es setze die Vorgaben der Geldwäscherei-Richtlinie der EU um. Rechtsträger sind demnach verpflichtet, Daten wirtschaftlich berechtigter Personen in einem Online-Portal einzutragen. 

Aufgrund des Vorfalls ist das Verzeichnis im Internet laut Bericht vorerst nicht mehr einsehbar. Das Amt für Informatik habe eine Analyse durchgeführt, Massnahmen zur Datensicherung umgesetzt und das betroffene System vom Netz genommen. Ein Krisenstab arbeite bereits daran, betroffene Personen über die Verletzung des Schutzes ihrer Daten zu informieren. Zudem sei eine zentrale Informationsstelle für Betroffene eingerichtet worden. 

 

Auch bei der Genfer Stiftung für Erwachsenenbildung kam es unlängst bei einem Cyberangriff zum Abfluss von Personaldaten. Lesen Sie hier nach, was bei diesem Vorfall geschah

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