Schweizer Strafverfolger klopfen 20 Mal pro Woche bei Google an
Im ersten Halbjahr haben Schweizer Strafverfolgungsbehörden 505 Rechtshilfegesuche bei Google eingereicht. Vor sechs Jahren waren es noch drei Gesuche pro Woche.
Schweizer Strafverfolger haben so viele Auskunftsgesuche an ausländische Internetkonzerne gestellt wie noch nie. Laut einem Bericht der Basellandschaftlichen Zeitung "bz" reichten Schweizer Behörden im ersten Halbjahr 2019 505 Gesuche allein bei Google ein. Die Gesuche beträfen Daten von 643 Nutzern. Informationen habe Google in drei Vierteln der Fälle geliefert. Auch an Facebook und Microsoft richteten Schweizer Behörden mehr Anfragen als jemals zuvor, heisst es im Bericht weiter.
Die Anzahl der Rechtshilfegesuche habe drastisch zugenommen. Vor sechs Jahren hätten Schweizer Dienststellen rund dreimal wöchentlich bei Google Informationen eingeholt. Jetzt passiere das schon 20 mal wöchentlich.
Ein Grund für diese Zunahme liege darin, dass die Auswertung digitaler Beweismittel (etwa Chatprotokolle) wichtiger geworden sei. Zudem kooperierten Onlinekonzerne heute enger mit den Schweizer Behörden und ermöglichten inzwischen das Einreichen von Auskunftsgesuchen auf dem "Kleinen Dienstweg". "Die drei Anbieter sichern die Daten nach einer Anfrage, damit die Nutzer die Spuren nicht verwischen können. Geliefert werden die Informationen aber erst, wenn die internationalen Rechtshilfeverfahren abgeschlossen sind", schreibt die "bz".
Die Rechtshilfegesuche reichen die Schweizer Behörden bislang bei den Mutterkonzernen in den USA ein. Die Schweizer Büros sind nicht verpflichtet, Daten herauszugeben. Im Fall von Facebook entschied dies letztendlich das Bundesgericht, wie Sie hier lesen können.
Wie man ein funktionales Batmobile baut - Schritt 1 von voraussichtlich sehr vielen
Nvidia übernimmt Hugging Face für fast 13 Milliarden US-Dollar
So stärkt der Kanton Waadt die Digitalisierung der Verwaltung
Exxas wächst auf über 10'000 Nutzer und baut sein Partnernetzwerk aus
Infomaniak gewinnt Green Business Award
KI-Nutzung in Unternehmen steigt - doch der finanzielle Nutzen stagniert
Wieso das HR bei der KI-Transformation eine Schlüsselrolle spielt
OpenAIs neues Sprachmodell nutzt Computer präziser und befolgt Beschränkungen besser
TrendAI ernennt gleich zwei Designated Seller of Record in Europa