Dätwyler verkauft Disti-Töchter Nedis und Distrelec
Kurz vor Weihnachten hat die Dätwyler-Gruppe die Absicht verkündet, die Tochtergesellschaften Distrelec und Nedis zu verkaufen. Die beiden Distis gehen an ein deutsches Unternehmen. Auch Reichelt soll verkauft werden.
Die Urner Dätwyler-Gruppe trennt sich von den Tochterunternehmen Distrelec und Nedis. Künftig wolle sich die Gruppe stärker auf das Sealing-Geschäft konzentrieren. Am 23. Dezember unterschrieb das Unternehmen einen entsprechenden Vertrag mit Aurelius, wie die Gruppe mitteilt. Das deutsche Investmentunternehmen sei bereits Eigentümer mehrerer Distributionsunternehmen.
Distrelec und Nedis sind beide als Distributoren von elektronischen Komponenten tätig. 2018 erwirtschafteten sie gemäss Mitteilung einen Umsatz von etwa 300 Millionen Franken mit rund 850 Mitarbeitern.
Verlust von 670 Millionen Franken
Der Verkauf soll noch im ersten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden – die Parteien vereinbarten Stillschweigen. Gemäss Mitteilung entsteht für die Dätwyler-Gruppe aber ein nicht-liquiditätswirksamer Verlust von etwa 670 Millionen Franken. Angesichts dessen stehe jedoch fest, dass die Veräusserung für Dätwyler kein gutes Geschäft sei, schreibt die NZZ.
Die Eigenkapitalquote der Gruppe soll nach dem Abschluss weiterhin über 50 Prozent liegen. Also "sehr solide", wie Dätwyler schreibt. Mitte 2019 lag die Quote allerdings noch bei über 60 Prozent laut dem NZZ-Bericht.
Dätwyler will auch Reichelt verkaufen. Allerdings will sich die Gruppe hier Zeit nehmen, um zur Wertoptimierung weitere Optionen zu prüfen.
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