Umfrage

IT in Coronazeiten: 7 von 10 Managern trotzen dem Spartrend

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Eine Umfrage unter IT-Entscheidern und Informatikern auf der ganzen Welt zeigt, wie Unternehmen auf die Covid-19-Krise reagieren - und welche Anbieter sie dabei am meisten schätzen. Nicht alles ist anders als zuvor - die Krise entpuppt sich vor allem als Beschleuniger.

(Source: Pixabay / Stevepb / CC0 Public Domain)
(Source: Pixabay / Stevepb / CC0 Public Domain)

Die meisten IT-Manager wollen trotz Krise nicht sparen, legen den Fokus auf Endgeräte und mögen Microsoft. So lassen sie die Ergebnisse einer Umfrage zusammenfassen, die "The Register" unter fast 2300 Managern und IT-Profis auf der ganzen Welt durchführte. Die Teilnehmer des Survey zeichnen damit ein etwas anderes Bild, als es Analysten in diesen Tagen verbreiten. IDC etwa korrigierte seine Prognose für die IT-Ausgaben 2020 weiter nach unten, wie Sie hier lesen können.

Gemäss Register gaben 70 Prozent aller Befragten an, dass sie ihre Technologieausgaben während der Corona-Pandemie im Durchschnitt gehalten oder erhöht haben. Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten seien eher bereit, ihre Ausgaben einzufrieren als grössere Organisationen. Jede zweite Firma mit weniger als 50 Mitarbeitern halte ihre IT-Ausgaben stabil, während 50 Prozent der Unternehmen mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern sie erhöhten.

Wie haben sich Ihre IT-Ausgaben verändert, um die Krise zu überstehen? (Source: Screenshot Netzmedien theregister.co.uk/2020/05/12/reader_it_spending/)

Befragte auf C-Level sagten, dass ihr Schwerpunkt während der Krise auf der Bereitstellung und Lieferung von Endgeräten, der Netzwerkinfrastruktur und der Cybersecurity liege. IT-Entscheidungsträger konzentrierten sich dagegen etwas stärker auf die Ausrüstung der Endnutzer. IT-Fachleute gaben Endgeräten, Netzwerken und Cloud-Diensten den Vorrang.

Auf welche Themen legten Sie seit Beginn der Krise den Fokus? (Source: Screenshot Netzmedien theregister.co.uk/2020/05/12/reader_it_spending/)

Ranking der Anbieter zeigt Trends

Praktisch alle Beteiligten hätten angegeben, dass ihre Infrastruktur für die Herausforderungen der Covid-19-Krise gerüstet sei. Dies deutet laut The Register darauf hin, dass die IT-Abteilungen in der Lage waren, ihre Systeme unabhängig von den Ausgaben zu skalieren oder anzupassen, um den Wechsel ins Homeoffice zu ermöglichen.

Welcher Anbieter von Business-IT überzeugte Informatiker und Entscheider bei der Bewältigung des Lockdowns am meisten? Die Befragten nannten hier Microsoft als ihren Spitzenreiter, gefolgt von Zoom, Google und Amazon Web Services. Besonders der kometenhafte Auftstieg von Zoom in den vergangenen Wochen spiegelt sich in diesem Ergebnis wieder.

Welcher Anbieter war für Sie am wertvollsten? (Source: Screenshot Netzmedien theregister.co.uk/2020/05/12/reader_it_spending/)

Die Positionierung von Google, AWS, Citrix und IBM auf den vorderen Plätzen und die Abwesenheit von Hardware-Anbietern auf der Liste verdeutlicht aber noch einen anderen grossen Trend, wie The Register weiter schreibt. Immer mehr Unternehmen setzten auf Cloud-Plattformen und Managed Services für die Unternehmens-IT - nicht nur in der Krise.

In einer Umfrage der "Netzwoche" verrieten Schweizer CIOs Anfang Jahr Details über ihr Budget und ihre Prioritäten für 2020. Dabei zeigt sich: Nicht alle von Marktforschern prognostizierten Trends stehen bei IT-Chefs auch wirklich hoch im Kurs.

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